4. Tatverdächtiger im Fall Leonie in London gefasst Auslieferung könnte Wochen dauern

4. Tatverdächtiger im Fall Leonie in London gefasst
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Der Fall der am 26. Juni in Wien tot aufgefundenen Leonie (13) sorgte über die Grenzen Österreichs hinaus für Entsetzen. Leonie wurde von mehreren afghanischen Männern unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und zum Sterben abgelegt. Drei der Tatverdächtigen, die alle als Asylbewerber nach Österreich kamen, konnten kurz nach der Tat festgenommen werden. Nun gelang es Ermittlern, den noch flüchtigen vierten Tatverdächtigen, ebenfalls ein Afghane, in London zu verhaften.

Rasuli Z. (22) soll sich für die Flucht nach England von Freunden Geld geliehen haben. Wie genau er es bis nach London schaffte, muss noch geklärt werden. Österreichische Zielfahnder konnten den Tatverdächtigen am Donnerstag festnehmen. Er war in London in einer afghanischen Community untergetaucht.

Auslieferung könnte Wochen dauern

Es könnten Wochen vergehen, bis der 22 Jährige nach Österreich ausgeliefert wird. Selbst wenn er der Auslieferung zustimmen sollte, würde es wohl einige Wochen brauchen, bis er nach Österreich überstellt wird, sagte Carmen Kainz, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, am Freitag. Zudem kann sich der Afghane mit Rechtsmitteln gegen die Auslieferung wehren.

Asylantrag bereits 2017 abgelehnt – Tatverdächtiger bereits mehrfach verurteilt

Der 22-Jährige stand in Österreich seit 2018 bereits dreimal wegen Verstößen nach dem Suchtmittelgesetz vor Gericht und wurde auch verurteilt, wie krone.at berichtet. Zudem gab es bereits sechs weitere polizeiliche Anzeigen gegen ihn. Bereits 2017 war sein Asylantrag abgelehnt worden. Eine Rückkehraufforderung wurde erlassen, gegen die der Afghane Beschwerde einreichte.

Verbrechen sorgte für weltweites Entsetzen

Laut dem aktuellen Ermittlungsstand wurde der 13 Jahre alten Leonie bereits am Donaukanal von zwei der Tatverdächtigen Drogen verabreicht. Die beiden Afghanen sollen dann mit einem weiteren Landsmann (18) das Mädchen in dessen Wohnung gebracht haben.
Dort soll dann der jetzt festgenommene vierte Tatverdächtige dazu gekommen sein. In der Wohnung sollen Leonie noch mehr Drogen verabreicht worden sein. Das Mädchen wurde von mindestens zwei der Afghanen vergewaltigt.

Als Leonie das Bewusstsein verlor, wurden die Tatverdächtigen nervös. Sie stellten Leonie unter eine Dusche und flößten ihr Milch und Joghurt ein. Als die 13 jährige trotzdem kein Lebenszeichen mehr zeigte, wickelten sie das Mädchen in einen Teppich und legten sie an einer Straße an einen Baum gelehnt ab.


Foto/Grafik: Shutterstock/ai
Text: yk

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