Attentäter kam im Rahmen einer Facharztausbildung nach Deutschland und stellte Jahre später Antrag auf Asyl
Zur Person des Attentäters kommen immer mehr Informationen ans Licht.
So berichtet die Bild Zeitung,, dass Taleb Al Abdulmohsen im Jahr 2006 im Rahmen einer Facharztausbildung nach Deutschland kam und sodann rund zehn Jahre lang unauffällig hier lebte.
Zehn Jahre nach seiner Einreise, im Februar 2016, stellte Taleb A. dann einen Asylantrag. Laut der Asyl-Akte des Attentäters, die der Bild-Zeitung vorliegt, begründete er den Antrag damit, dass er vom Kulturattaché, einem Diplomaten der saudischen Botschaft mit dem Tode bedroht worden sei. Inwieweit das BAMF die Behauptung überprüfen konnte, ist nicht bekannt.
Man glaubte offensichtlich den Angaben. Denn Taleb A. erhielt einen positiven Bescheid über seinen Asylantrag in einer für das Jahr 2016 ungewöhnlich schneller Bearbeitungszeit von nur 4 Monaten. A. wurde nach Grundgesetz § 16a das Recht auf Asyl wegen politischer Verfolgung zugesprochen. Taleb A. gehörte damit zu 21 Staatsangehörigen aus Saudi-Arabien, die im Jahr 2016 nach §16a die Flüchtlingseigenschaft wegen politischer Verfolgung erhalten haben. Als Begründung für die Erteilung führte das BAMF in der Akte „Glaubensabfall in einem wahhabitischen Staat“ an. A. gab also an, er habe sich vom islamischen Glauben abgewandt.
Meldung über möglicher Anleitung zum Betrug gegenüber Behörden
Zum ersten Mal auffällig wurde der Facharzt für Psychiatrie den Behörden durch eine Meldung einer “Privatperson” an das BAMF. Diese gab an, Taleb A. würde Ausländer anleiten, wie man deutsche Asyl- und Ausländerbehörden belügen kann.
Das BAMF leitete diese Meldung an zuständige Landesamt für Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt weiter.
Monate später, im Jahr 2019 meldete das LKA zurück, dass Taleb A. kein Islamist sei.
Arbeitslosigkeit vor Tätigkeit im Maßregelvollzug
2019 meldete das Jobcenter Magdeburg die Arbeitslosigkeit von Taleb A. an das BAMF. Im selben Jahr erfolgte die Regelprüfung durch das Amt für Migration, welches ihm erneut die Niederlassungsfreiheit bescheinigt.
Tätigkeit im Maßregelvollzug Bernburg – seit Wochen krankgeschrieben
Seit 2020 war Taleb A. als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie im Maßregelvollzug Bernburg, eine Einrichtung für Suchtkranke Straftäter, die nach $ 64 StGB untergebracht sind.
Laut Angaben von Kollegen der Einrichtung soll Taleb A. seit mehreren Wochen krankgeschrieben sein und auch wegen seiner Tätigkeit als Aktivist auffällig geworden sein, wie eine Quelle der Mitteldeutschen Zeitung berichtet. „Dieser Aktivismus hat sich vermutlich zuletzt wahnhaft verdichtet”, so die Quelle.
Mitarbeiter sollen sich über den Arzt beschwert haben, so die Zeitung, weil er wahlweise fehlt oder in Gruppensitzungen nicht vorbereitet war. Man hätte ihm angemerkt, dass es ihm nicht gut ging. Außerdem soll er angedeutet haben, sich vom Geheimdienst verfolgt zu fühlen.
Tausende Posts auf Social Media
In den letzten Wochen setzte Taleb A., trotz seiner Krankschreibung, tausende Posts auf X ab. Er teilte unzählige Beiträge von anderen Usern und verfasste selbst viele Posts. In vielen geht es um Kritik am Islam, aber auch um die Ablehnung von der deutschen Politik. Er drohte unter anderem damit, Deutsche abzuschlachten.

