Attentäter von Würzburg von Gutachtern für schuldunfähig erklärt Somalier soll dauerhaft in Psychiatrie untergebracht werden

Attentäter von Würzburg von Gutachtern für schuldunfähig erklärt
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Der Somalier Abdirahman J. A, der im Juni in Würzburg drei Frauen erstochen hat, wurde für schuldunfähig erklärt und soll dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht werden.

Gutachter bestätigen Schuldunfähigkeit

Das bayrische Landeskriminalamt teilte heute mit, dass die Generalstaatsanwaltschaft München voraussichtlich bis Jahresende die dauerhafte Unterbringung beantragen wird. Zwei Gutachter seien unabhängig voneinander zu dem Ergebnis gekommen, dass der Beschuldigte zum Zeitpunkt der Tat schuldunfähig war.

Am 25. Juni 2021 stach der Somalier, der 2016 als Asylbewerber nach Deutschland kam, in einem Würzburger Kaufhaus wahllos auf Menschen ein. Dabei tötete er drei Frauen. Acht weitere Opfer erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen.

Die Ermittler betonten, dass die Einschätzung, dass der Täter als schuldunfähig zum Tatzeitpunkt gelte, nicht bedeutet, dass es Zweifel an der Täterschaft des Mannes gebe oder er unschuldig sei.

Täter wurde Ende September vernommen

Ende September wurde der Somalier von Ermittlern vernommen. Damals gab er an, die Messerattacke zu bedauern.
Zeugen hörten den Täter während der Tat zweimal „Allahu Akbar“ ausrufen. Polizisten stoppten den Täter durch einen Schuss. Bei der folgenden Behandlung im Krankenhaus soll der Asylbewerber selbst darauf hingewiesen haben, dass diese Tat sein persönlicher Dschihad sei.

Das Motiv der schrecklichen Tat gilt jedoch weiterhin als unbekannt. Bis dato liegen keine Beweise vor, dass der Täter Mitglied oder Sympathisant einer islamistischen Terrororganisation ist.

Somalier log bei der Einreise

Zu Beginn der Ermittlungen waren die Ermittler davon ausgegangen, dass der Täter 24 Jahre alt ist. Bei seiner Einreise nach Deutschland gab er 1997 als Geburtsjahr an. Eine ärztliche Untersuchung, die im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen Mitte Juli stattfand, ergab, dass der Täter wesentlich älter ist. Seitdem wird von 1989 als Geburtsjahr ausgegangen.

Der Täter befindet sich bereits seit Monaten in einem psychiatrischen Krankenhaus. Sein Rechtsanwalt Hanjo Schrepfer teilte der Nachrichtenagentur dpa mit: “Er macht mittlerweile einen guten Eindruck, ist psychisch gefestigt und ist medikamentös gut eingestellt.”

Das bayrische Landeskriminalamt teilte heute weiter mit, dass die Angehörigen der Opfer und die Verletzten heute im Rahmen einer weiteren Informationsveranstaltung über die Ergebnisse der Sachverständigengutachten und den aktuellen Ermittlungsstand informiert wurden.


Foto/Grafik: Shutterstock
Text: yk


 

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