Baden-Württemberg und seine gefährlichen Orte Zahl der Straftaten im öffentlichen Raum hoch – Nichtdeutsche überrepräsentiert

Eine kleine Anfrage der AfD an die Landesregierung zeigt auf, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Raum in Baden-Württemberg tatsächlich bestellt ist. Obwohl Politik und Medien nicht müde werden, zu betonen, dass es sich lediglich um das Sicherheitsgefühl der Menschen handelt, das abgenommen habe und Baden-Württemberg sicher sei, wurden mehrere Gebiete in verschiedenen Städten als sogenannten „gefährliche Orte“ eingestuft.

Unter dem Begriff „gefährliche Orte“ im polizeirechtlichen Sinne sind Örtlichkeiten zu verstehen, an welchen sich erfahrungsgemäß Straftäter verbergen, Personen Straftaten verabreden, vorbereiten oder verüben, sich ohne erforderlichen
Aufenthaltstitel oder ausländerrechtliche Duldung treffen oder der Prostitution
nachgehen, § 27 Abs. 1 Nr. 3 des Polizeigesetzes (PolG).

Tausende Straftaten pro Jahr an einzelnen Tatorten

Zurecht kann man sich wundern, wieso es denn in Baden-Württemberg überhaupt „gefährliche Orte gibt, wenn die Sicherheit doch angeblich noch nie so hoch war, wie in diesen Zeiten und Straftaten laut Medienberichten konstant abnehmen.
Dass diese Behauptung überhaupt getroffen werden kann, liegt am Rückgang von eher harmloseren Straftaten, die wenig Einfluss auf die Sicherheit der Menschen im Land haben. Die Straftaten im öffentlichen Raum sind jedoch in vielen Städten drastisch gestiegen.

Teilweise, wie z.B. in Stuttgart am Tatortbereich Hauptbahnhof kam es im Jahr 2022 zu rund 14 Straftaten pro Tag. Im gesamten Jahr verzeichnete die Polizei insgesamt 4.967 Straften am Hauptbahnhof. Im Jahr 2021 waren es noch 3.442 Straftaten, was einen Anstieg der Straftaten von rund 44 Prozent bedeutet.

Bei den angezeigten Delikten handelt es sich, im Fall Hauptbahnhof Stuttgart wie bei den anderen, als gefährlich eingestuften Örtlichkeiten, unter anderem um Rohheitsdelikte, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Diebstahl und Rauschgiftkriminalität. Aber auch Straftaten gegen das Leben sind zu verzeichnen.

Folgende Städte haben Gebiete, die als „gefährliche Orte eingestuft wurden:

Freiburg:

  • „Bermudadreieck“ und Westachse
  • Stühlinger Kirchplatz mit umliegenden Straßen
  • Quartier Colombi

Weil am Rhein:

  • Stadtteil Friedlingen: Hauptstraße bis Kreisverkehr Colmarerstraße,
  • Rheincenter / Zollstraße
  • Dreiländerbrücke und Rheinpark

Ludwigsburg:

  • Bahnhof

Heilbronn:

  • definierter Innenstadtbereich Heilbronn: Friedensplatz, alter Friedhof, Stadtgarten, Fußgängerzone
  • Kraneninsel mit Adolf-Cluss-Brücke

Sindelfingen:

  • Tank- und Rastanlage Sindelfinger Wald

Heidelberg:

  • Neuenheim, Neckarwiese
  • Bergheim, Kurfürstenanlage

Stuttgart:

  • Teilflächen der Stadtteile Hauptbahnhof, Oberer Schlossgarten, Neue Vorstadt, Rathaus
  • Teilflächen des Josef-Hirn-Platzes
  • Stadtgarten im Stadtteil Universität
  • Straßenzüge des Stadtteils Rathaus (Pfarrstr., Katharinenstr., Lazarettstr., Leonhardsplatz umgrenztes Gebiet,
  • Zuffenhausen: Teilflächen der Stadtteile Mitte und Hohenstein und Bahnhof
  • Klett-Passage

Göppingen:

  • Innenstadt, Bereich Apostelhof

Tatverdächtige Nichtdeutsche meist überrepräsentiert

An den meisten als „gefährliche Orte“ eingestuften Tatörtlichkeiten sind Nichtdeutsche als Tatverdächtige überrepräsentiert.
So sind beispielsweise in Weil am Rhein von insgesamt 280 Tatverdächtigen 240 Tatverdächtige nichtdeutsch und lediglich 40 deutsche Staatsangehörige.
Von 52 ermittelten Tatverdächtigen am Tatort Heilbronn Einkaufszentrum sind 32 Tatverdächtiger nichtdeutsch und 20 deutsche Staatsangehörige.
In Ludwigsburg, Tatort Bahnhof, sind unter den 281 Tatverdächtigen 150 nichtdeutsche Tatverdächtige und 131 deutsche Tatverdächtige.
Von 282 ermittelten Tatverdächtigen am Tatort Tank- und Rastanlage Sindelfinger Wald sind 222 Tatverdächtige nichtdeutsch und 60 Tatverdächtiger deutsche Staatsangehörige.
In Heidelberg Tatort Neckarwiese sind unter den 81 Tatverdächtigen 50 nichtdeutsch und 31 deutsche Tatverdächtige.
Unter den 826 ermittelten Tatverdächtigen am Tatort Heidelberg Kurfürsten-Anlage sind 444 nichtdeutsch und 382 deutsche Staatsangehörige.
In Stuttgart Tatort Hauptbahnhof sind von 3.361 Tatverdächtigen 2.070 Tatverdächtige nichtdeutsch und 1.291 deutsche Staatsangehörige.

Zur Einordnung: Der Ausländeranteil in Baden-Württemberg betrug zu 2022 insgesamt 17,8 Prozent.
Damit sind Nichtdeutsche an Straftaten an den als „gefährliche Orte“ eingestuften Tatorten um bis zu das 3,5 fache überrepräsentiert.

2022 gab es an den als „gefährliche Orte“ eingestuften Tatorten insgesamt 25 Straftaten gegen das Leben,
364 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (Vergewaltigung, sexuelle Belästigung) und 5.183 Rohheitsdelikte (Körperverletzung, schwere Körperverletzung, räuberische Erpressung,..)

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