Bis zu 100 afghanische Evakuierte stehen auf Beobachtungsliste der US Geheimdienste Ein Evakuierter mit Verbindungen zum IS entdeckt

Bis zu 100 afghanische Evakuierte stehen auf Beobachtungsliste der US Geheimdienste
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Bis zu 100 Evakuierte, die von der US Armee aus Afghanistan ausgeflogen wurden, stehen auf Beobachtungslisten der Geheimdienste, warnt ein US-Beamter. Es stellte sich heraus, dass ein nach Katar ausgeflogener Passagier Verbindungen zum IS hat.

Die von der US Armee evakuierten Afghanen sind potenzielle Kandidaten für ein spezielles Einwanderungsvisum (SIV) für die USA.
Deshalb wird ein Abgleich der persönlichen Daten der Evakuierten mit dem automatischen biometrischen Identifizierungssystem des Verteidigungsministeriums und Beobachtungslisten der Geheimdienste gemacht, um mögliche Übereinstimmungen zu entdecken.

Ein IS Verbündeter unter den Evakuierten gefunden

Bei Sicherheitskontrollen auf der Al Udeid Air Base in Katar wurde bei einem Afghanen, der vom Flughafen Kabul evakuiert wurde, eine mögliche Verbindung zum IS entdeckt.
Die afghanischen Evakuierten werden von Beamten der US-Zoll- und Grenzschutzbehörden anhand biometrischer Daten wie Gesichtserkennung, Iris-Scans und Fingerabdrücken und mithilfe von Datenbanken der Strafverfolgungsbehörden überprüft.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte gegenüber DailyMail.com: “Geheimdienste, Strafverfolgungsbehörden und Anti-Terror-Experten führen Screenings und Sicherheitsüberprüfungen für alle SIV-Antragsteller und andere schutzbedürftige Afghanen durch, bevor sie in die Vereinigten Staaten einreisen dürfen.” Dies sei notwendig, um die innere Sicherheit zu gewährleisten.

Eine Bestätigung, ob Evakuierte mit Verbindungen zum ISIS festgestellt wurden, wollte das Außenministerium nicht abgeben.

Schwierigkeiten bei der Sicherheitsüberprüfung

Beamte sagten gegenüber dem Portal “Defense One”, dass bei einigen evakuierten Afghanen die Sicherheitsüberprüfung Warnungen ausgelöst hätten. Aber in den meisten Fällen wurden die Warnungen nach weiteren Überprüfungen nicht bestätigt.

Die Zoll- und Grenzschutzbeamten (CBP) stehen jedoch vor großen Herausforderungen bei der Sicherheitsüberprüfung. Unter anderen stellt sie die unglaublich hohe Anzahl von SIV-Antragstellern vor Probleme und auch die Tatsache, dass eine Überprüfungssysteme veraltet sind und sich nicht in die biometrischen Datenbankinformationen des Verteidigungsministeriums integrieren ließen.

„CBP hat vor Ort alte Technik, die nicht integriert werden kann und daher wissen die Beamten nicht, wie man sie nutzen kann. Und es gibt nicht genug Leute, um “alle Evakuierten” zu bearbeiten, so ein Beamter.

Sicherheitsüberprüfung dauert bis zu einer Stunde

Es kann bis zu einer Stunde dauern, bis das System festgestellt hat, ob ein Evakuierter ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellt oder nicht.

Die Beamten der CBP erklärten im Interview mit “Defense One”, dass die meisten Sicherheitswarnungen in Al Udeid in Katar gemeldet wurden. Sie können jedoch nicht ausschließen, dass es auch an anderen Stützpunkten, an denen die Evakuierten derzeit untergebracht sind, Sicherheitswarnungen bei der Überprüfung gegeben hat.

Über 20.000 Evakuierte nach Ramstein gebracht

Rund 20.500 evakuierte wurden von der US Armee zur Air Base Ramstein in Rheinland-Pfalz gebracht. Ramstein ist der weltweit größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas. Von dort sind bis dato 5.000 Evakuierte mit 22 Flugzeugen weiter gereist. Das ganze Wochenende über sollen die Flüge weitergehen. Auch am Stützpunkt “Rhine Ordnance Barracks” in Kaiserslautern befinden sich derzeit Evakuierte. Über die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfungen in Deutschland ist nichts bekannt.


Foto/Grafik: ai
Text: yk


 

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