Corona Maßnahmen im neuen Schuljahr 21/22 in Hessen Weiter massive Einschränkungen an den Schulen

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Der hessische Kultusminister hat heute verkündet, welche Bedingungen in den Schulen für die Kinder in Hessen gelten. Von der Rückkehr zu einer Normalität kann keine Rede sein.

Ganz im Gegenteil, werden die Maßnahmen nunmehr noch zumindest für die erste Zeit nach den Ferien verschärft. Das Statement des Kultusministers liest sich wie blanker Hohn angesichts der noch strengeren Auflagen, die auf die Schüler nach der Rückkehr aus den Ferien warten:

„In der Hoffnung, dass die positive Pandemielage ebenso anhält wie die Impfung der Bevölkerung, beabsichtigen wir, im neuen Schuljahr landesweit und in allen Schulformen im Präsenzunterricht zu starten“, erklärte der Minister*. „Das bedeutet, dass unsere Schulen regulären Schulbetrieb an fünf Tagen die Woche für alle Schülerinnen und Schüler ohne gravierende Einschränkungen anbieten werden. Dafür werden wir alle Instrumente verwenden, die verfügbar sind!“

Was das Kultusministerium als nicht gravierende Einschränkungen bezeichnet, sind jedoch in der Realität noch härtere Einschränkungen, als sie bis dato gelten.

So werden die Kinder nach den Ferien nicht wie bis dato zweimal, sondern dann dreimal die Woche zu einem Schnelltest gezwungen.

Lüftungsanlagen können zwar unterstützen, ersetzen aber das Lüften nicht. Bedeutet, auch im kommenden Winter werden die Schüler wieder frierend mit Jacken und Decken in den Klassenzimmern sitzen. Auch im neuen Schuljahr sollen die Schüler sich weiterhin an das Tragen einer medizinischen Maske halten müssen. Wenn die Inzidenz über 50 steigen sollte, wird die Maskenpflicht auch wieder am Platz, sprich den ganzen Schultag, gelten. Auch Wechselunterricht soll ab einer Inzidenz von 100 wieder eingeführt werden, obwohl die Erfahrungswerte der vergangenen Monate gezeigt haben, dass diese Form des Unterrichts die schlechteste Alternative für den Lernerfolg der Kinder war.

Kurzum, es ändert sich nichts für die Kinder und der Weg zurück zu einem normalen Schulalltag wird von der Politik auch weiterhin blockiert.

Die nachweisbaren Fakten, wie z.B. die Tatsache, dass die vulnerablen Gruppen wie auch die Lehrkräfte bis zum Beginn des neuen Schuljahres alle ein Impfangebot erhalten haben, dass die Kinder, bis auf verschwindend geringe Ausnahmen von meist vorerkrankten Kindern, gar nicht von Corona betroffen sind und nicht schwer erkranken, dass in den vergangenen Monaten bei den Testungen in den Schulen der Anteil an positiver Tests höchsten bei 0,1 Prozent lag und dass kaum mehr Neuaufnahmen von Covid Patienten auf den Intensivstationen erfolgen, blendet die Politik vollständig aus.
Begründet wird alles mit der Delta Variante, von der man noch nicht wissen könne, wie gefährlich sie sei. Auch hier werden die Zahlen aus England ignoriert, die zwar eine hohe Infektionszahl belegen, aber eindeutig zeigen, dass Kinder eben nicht vermehrt erkranken oder gar im Krankenhaus behandelt werden müssen. Herr Lauterbach musste die Behauptung, Kinder in England erkranken häufiger schwer und viele Kinder müssten wegen der Delta Variante ins Krankenhaus, zurücknehmen weil sie schlichtweg unwahr ist.

Die fehlenden Impfstoffe für Kinder sind das zweite Argument für Fortführung der Maßnahmen im neuen Schuljahr. Völlig außer Acht gelassen wird dabei, dass Kinder nicht schwer erkranken, die Risikogruppen sich impfen lassen können und dadurch vor einer schweren Erkrankung selbst geschützt sind auch Geimpfte das Virus weiter übertragen können.

Ein weiteres Schuljahr voller Einschränkungen wartet also bereits auf unsere Kinder. Die Vorgaben in Hessen können dabei durchaus als Blaupause für alle Bundesländer gesehen werden. Es ist ein Irrglaube, anzunehmen, dass diese Maßnahmen nur wegen der Rückkehr aus den Ferien gelten sollen und dann aufgehoben werden. Denn im Herbst werden naturgemäß die Infektionszahlen steigen, wodurch dann, wie angekündigt, die Maßnahmen bis hin zu Schulschließungen wieder greifen werden, da sie sich weiterhin nur auf den Inzidenzwert, der schon lange kein geeigneter Maßstab mehr ist, um die Gefährlichkeit von Corona für die Gesellschaft einzustufen und daraus etwaige nötige Maßnahmen abzuleiten.
Man darf gespannt sein, inwieweit Klagen gegen diese Einschränkungen für Schüler erfolgreich sein werden.


*Quelle: https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-stellt-die-weichen-fuer-sicheren-schulbetrieb-nach-den-ferien


Bild/Grafik: Shutterstock
Text: yk

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