Die meisten positiv getesteten Kinder sind nicht wegen Covid Erkrankung im Krankenhaus Verhältnis zwischen positiv getestet und Covid als Grunderkrankung 10:1

Die meisten positiv getesteten Kinder sind nicht wegen Covid Erkrankung im Krankenhaus
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Die meisten Kinder, die sich im Krankenhaus befinden und dort positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind nicht wegen einer Covid Erkrankung hospitalisiert. Dies erläuterte Prof. Dötsch, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) gestern bei einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Gesundheit.

Bei der gestrigen öffentlichen Anhörung vor dem Ausschuss für Gesundheit ging es unter anderem um die Anpassung und Änderung des Infektionsschutzgesetzes hinsichtlich des Wegfalls der Inzidenz als Maßstab für Schutzmaßnahmen. Geladen waren mehrere Sachverständige aus Wissenschaft, Recht und aus der öffentlichen Verwaltung. Ebenfalls als Sachverständiger geladen war Prof. Dr. Jörg Dötsch, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und Direktor der Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln.

Sehr wenige Hospitalisierungen von Kindern und Jugendlichen

Der Abgeordnete Rudolf Henke (CDU/CSU) bat Prof. Dötsch um seine Einschätzung, ob eine altersbezogene Hospitalisierungsrate Sinn machen würde, angesichts der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche kaum schwer erkranken.
Prof. Dötsch erklärte, dass man bei der Krankheitslast bei den Kindern und Jugendlichen nach wie vor in der sehr erfreulichen Situation sei, dass nur sehr wenige stationäre Aufnahmen erfolgen aufgrund einer COVID-Erkrankung. Aktuell schätze man die Zahl der Kinder, die stationär aufgenommen werden müssen, auf 10 bis 15 pro Woche, trotz der relativ hohen altersbezogenen Inzidenzahlen.

Deswegen sei es “sehr sinnvoll, altersbezogene Hospitalisationssituation zu Rate zu ziehen und nicht Inzidenzen in der Altersgruppe”, so der Mediziner.

Zehn positiv Getestete gegenüber einem Covid kranken Kind

Außerdem erklärte der Professor , es sei “zu berücksichtigen, dass viele Hospitalisationen nicht aufgrund einer COVID-Erkrankung, sondern aufgrund einer anderen Erkrankung mit gleichzeitigem Vorliegen eines positiven Sars-Cov-2-Testes erfolgen. Auch das müsste differenziert werden. Wir schätzen hier in etwa das Verhältnis von 10:1, also zehn positive Abstriche gegenüber einem COVID erkranktem Kind.”

Prof. Dötsch schlug weiterhin vor, das bereits bestehende Register der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) als Möglichkeit zu nutzen, damit auch tatsächlich die Kinder und Jugendlichen erfasst werden, die an COVID erkrankt sind, und nicht jene, die lediglich positiv getestet wurden.

Stimmt die Statistik?

Da in den wöchentlichen Meldungen des RKI über Hospitalisierungen jeder positiv getesteter Patient gezählt wird, bzw. kann davon ausgegangen werden, dass der größte Teil der in der Statistik gelisteten Kinder und Jugendlichen gar nicht wegen einer COVID Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden, sondern lediglich positiv auf SARS-COV2 getestet wurden.


Foto/Grafik: ai
Text: yk


 

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