Drohende Fluchtwelle – Österreich verschärft Grenzschutz 400 Soldaten zusätzlich an Grenze geschickt.

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In den letzten Monaten ging es bei den Grenzkontrollen an den österreichischen Grenzen hauptsächlich um die Überprüfung von Corona Tests der Einreisenden. Jetzt herrscht Alarmstimmung wegen einer möglichen neuen Flüchtlingswelle wie in 2015.

Grund ist der Vormarsch der islamistischen Taliban in Afghanistan seit dem Nato Truppenabzug. Hunderttausende Afghanen wollen fliehen. Ziel ist Europa und da hauptsächlich Deutschland.

Sicherheitsexperten befürchten, dass sich unter die Menschenmassen auch Terroristen, Islamisten und Kriminelle mischen, und so unentdeckt nach Europa gelangen könnten. Aus diesem Grund gaben geben Innenminister Nehammer und Verteidigungsministerin Tanner einen Marschbefehl an die Ost-Grenze aus. Die aktuell 600 Soldaten und Polizisten sollen massiv aufgestockt werden. Im Burgenland, wo in diesem Jahr bereits 77 Schlepper gefasst wurden, ist ein eigener Einsatzstab geplant.

Das europäische Asylsystem ist gescheitert

“Das europäische Asylsystem ist gescheitert”, betonte Nehammer bei einer Pressekonferenz am heutigen Samstag. “Wir erleben, dass Aufgriffszahlen an der österreichischen Grenze wieder steigen.” Vor allem an der Grenze zu Ungarn gebe es vermehrt Aufgriffe. Allein in diesem Jahr seien 200 Schlepper festgenommen worden. “Die Situation ist ernst”, so Nehammer. Daher werde der Assistenzeinsatz des Bundesheeres ausgebaut.

Verteidigungsministerin Tanner betonte, dass man die Assistenzkräfte an der Grenzen “massiv” verstärken werde. Sie habe heute, Samstag, angewiesen, dass sich Kräfte des Jägerbataillon 25 aus Klagenfurt an die Grenze aufmachen. Wie groß der notwendige tatsächliche Bedarf sein wird, soll in Zusammenarbeit mit der burgenländischen Landespolizeidirektion getroffen werden. “Ziel ist es, Migrationsbewegungen zu kontrollieren”, so Tanner.


Bild/Grafik: Shutterstock.com
Text: yk

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