Erinnerung an das Opfer des Schwertmords von Stuttgart Der Mord an Wilhelm Lainecker jährt sich heute zum zweiten Mal

Erinnerung an das Opfer des Schwertmords von Stuttgart
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Es war eine grausame Tat, die sich am späten Nachmittag des 31. Juli 2019 im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof ereignete und weit über die Grenzen von Deutschland Entsetzen auslöste.

Am helllichten Tag tötete der 30 jährige Issa M. seinen ehemaligen Mitbewohner Wilhelm Lainecker mit einem Samurai Schwert.
Das Video über die Tat, das sich schnell in den Sozialen Medien verbreitete, dokumentiert das barbarische Tun des Täters, der bereits seit 4 Jahren unter falscher Identität in Deutschland lebte.

Wilhelm L. war zusammen mit seiner damals 11 jährigen Tochter auf dem Weg von der Stadtbahn nach Hause. Der Täter wartete bereits auf ihn, in der Hand ein zuvor gekauftes Deko-Samurai-Schwert.
Die Tochter wird ein Jahr später im Prozess gegen den Täter das Erlebte beschreiben:

„Wir kamen von der Stadtbahn, da habe ich den Typen schon von Weitem gesehen.” Ihr Vater habe sie hinter sich geschoben und gesagt, sie solle stehenbleiben. „Dann ist er auf den Mann zugegangen.“ Ihr Vater habe den Mann gefragt, was er hier wolle. Darauf habe der Mann in aggressivem Ton gesagt: „Na, was will ich wohl?“ Und dann sei der Täter mit dem Schwert auf ihren Vater losgegangen. „Ich habe das Blut auf dem Arm gesehen, weil Vater den ersten Schwerthieb abgeblockt hat“, so das Mädchen. Sie sei dann hinter eine Garage geflohen.

Trotz des mutigen Einschreitens einer Passantin, die noch versuchte, den Täter zu stoppen, kam jede Hilfe für Wilhelm L. zu spät. Er erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen, Wer das Tat Video gesehen hat, weiß, mit welcher Brutalität Wilhelm getötet wurde.

Täter mehrfach straffällig – Hätte die Tat verhindert werden können?

Issa M. kam im 2015 nach Deutschland und stellte seinen Asylantrag in Eisenhüttenstadt. Wie unzählige Andere hatte er angeblichen seinen Pass verloren und gab bei den Behörden an, dass er aus der  Stadt Dara in Syrien stamme. Neun Monate später erhielt er eine Aufenthaltserlaubnis.

Im Laufe der Zeit wurde der spätere Mörder von Wilhelm mehrfach straffällig. Im September 2017 verprügelte er seine schwangere Lebensgefährtin. Der Bruder des Täters gab später bei den Behörden an, dass Issa M. die Frau nach islamischen Recht geheiratet haben soll. 6 Monate später kam heraus, dass die arabische Frau noch verheiratet war und die ungeborenen Zwillinge von einem anderen Mann sind. Issa M. verprügelte die Schwangere daraufhin und verließ sie. Das zuständige Amtsgericht in Neuruppin verurteilte ihn zu 900 Euro Geldstrafe.
Kurze Zeit später erhielt Issa M. eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Er bekam einen Strafbefehl über 225 Euro Geldstrafe.
Kurz bevor er nach Stuttgart zog, beging Issa M. in Berlin noch einen besonders schweren Diebstahl. Er brach zwei Spielautomaten auf und stahl das Geld aus der Kasse der Gaststätte. Ein Strafbefehl ist ergangen, konnte jedoch nicht mehr zugestellt werden, da der Täter für die Behörden nicht auffindbar war.
Vor einem Jahr zog Issa Mohammed nach Stuttgart, in die WG von Wilhelm L. Vielleicht war Wilhelm der Erste, der seine Identität hinterfragte und musste das mit seinem Leben bezahlen.

Täter war unter falscher Identität in Deutschland

Nach dem grausamen Mord an Wilhelm L. stellte ich heraus, dass Issa M. bei den Angaben zu seiner Herkunft gelogen hat und er seit Jahren unter falscher Identität in Deutschland lebte. In Wahrheit ist der Täter zwei Jahre älter und stammt nicht aus Syrien sondern aus Jordanien. Bei den Behörden glaubte man ihm und kurze Zeit nachdem er seinen Asylantrag gestellt hatte, erhielt er eine Aufenthaltserlaubnis.

Vermindert schuldfähig – Täter kommt in Psychiatrie

Issa M. wird ziemlich genau ein Jahr nach der Tat, am 27.Juli 2020 wegen Mordes an Wilhelm L. schuldig gesprochen und zu 14 Jahren Haft verurteilt. Ins Gefängnis muss er jedoch nicht. Er wird auf Anordnung des Gerichts in einer Psychiatrie untergebracht.
Der beauftragte Gutachter bescheinigte ihm eine verminderte Schuldfähigkeit.
Das Motiv der Tat konnte nie vollständig aufgeklärt werden. Issa M. schwieg über die gesamte Dauer des Prozesses und machte keine Angaben, warum er Wilhelm L. auf so barbarische Weise getötet hat.

Wilhelm Lainecker wurde nicht nur Opfer eines zuvor mehrfach straffällig gewordenen Asylbewerbers, der hier unbehelligt mit falscher Identität leben konnte. Er ist auch Opfer dieser Asylpolitik, die es überhaupt erst zugelassen hat, dass Menschen mit falscher Identität frei unter uns leben können und auch nach mehreren begangenen Straftaten nicht abgeschoben werden.

Wir dürfen niemals vergessen.


Foto/Grafik: ai
Text: yk

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