Vor sechs Jahren ereignete sich der grausame Mord an zwei skandinavischen Studentinnen in Marokko.
Die 24 Jahre alte Dänin Luisa Vesterager Jespersen und die 28-jährige Norwegerin Maren Ueland wurden am 16. Dezember 2018 beim Zelten im marokkanischen Atlas Gebirge von Anhängern des Islamischen Staates ermordet. Die beiden Studentinnen waren als Rucksack-Touristen in Marokko unterwegs.
Drei Haupttäter zum Tode verurteilt
Im späteren Prozess wurden die drei Haupttäter Abdessamad Ejjoud, Rachid Afatti und Younes Ouaziyad von einem Anti-Terror-Gericht in der marokkanischen Stadt Salé zum Tode verurteilt. Ob die Todesurteile jemals vollstreckt werden, ist fraglich. Seit 1993 wurde in Marokko kein Todesurteil mehr vollstreckt.
Insgesamt waren im Prozess 24 Verdächtige angeklagt, die der islamistischen Szene zugeordnet werden.
Neben den drei Haupttätern wurden alle anderen Angeklagten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein Angeklagter mit schweizerischer und spanischer Staatsbürgerschaft wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der zum Islam konvertierte Mann soll den späteren Attentätern den Umgang mit Waffen gezeigt haben und ihnen das Versenden von verschlüsselten Nachrichten beigebracht haben.
In einem späteren Berufungsprozess wurden die drei Todesurteile und alle Haftstrafen bestätigt. Teilweise wurden einzelne Haftstrafen verlängert oder verringert.
Video von Enthauptung auf Facebook veröffentlicht
Nach der Tat veröffentlichten die drei Haupttäter ein Video auf Facebook von der Enthauptung einer der Studentinnen in einem Zelt.
Ihre Freundin musste die barbarische Tat mitansehen, bevor sie auch getötet wurde. Die Tat ist an Grausamkeit nicht zu überbieten.
In dem Video ist zu sehen, wie die Täter das Opfer, das nur in Unterwäsche bekleidet ist, mit ihren Füßen zu Boden drücken.
Die junge Frau liegt auf dem Rücken, während ihr bei lebendigem Leib der Kopf abgeschnitten wird.
Wer das Video gesehen hat, wird die Schreie der beiden jungen Frauen wohl nie vergessen können.
Außerdem wurde ein weiteres Video veröffentlicht, in dem die Täter dem damaligen Anführer der Jihadisten-Miliz “Islamischer Staat” (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, die Treue schworen. Beide Videos wurden im Laufe der Ermittlungen als echt eingestuft.
Die Terrororganisation Islamischer Staat beanspruchte diese barbarische Tat jedoch nicht für sich.
