Farbschmierereien an Universitäten in Baden-Württemberg der „Letzten Generation“ verursachen hohe Kosten Strafanzeigen wurden gestellt

Im Oktober und November vergangenen Jahres gab es durch die „Letzte Generation“ an verschiedenen Universitäten in Baden-Württemberg Protestaktionen. An acht Universitäten wurden die Fassaden mit Farbe beschmiert.
Betroffen waren die Universitäten Freiburg, Heidelberg, Tübingen, Stuttgart und Ulm, das Karlsruher Institut für Technologie, die Pädagogische Hochschule Freiburg sowie die Hochschule für Musik Freiburg.

Hoher Sachschaden an den Gebäuden

An fünf Einrichtungen entstand durch die Schmierereien Schäden an Gebäuden.
Die Kosten der Beseitigung der entstandenen Schäden sind hoch, werden jedoch noch steigen, da noch nicht alle Kosten zur Beseitigung der Schäden abschließend beziffert werden konnten.

An der Universität Freiburg gab es zum Start des Wintersemesters eine Farbsprühattacke auf die Bibliothek.
Zur Beseitigung der Farbe an Wänden und Böden im Eingangsbereich war ein Spezialunternehmen mehrere Tage beauftragt.
Die Kosten sind noch nicht abschließend berechnet, liegen geschätzt bei ca. 9.000 Euro.

An der Universität Heidelberg gab es während der Erstsemesterbegrüßung eine Farbsprühattacke auf die Frontfläche der Neuen Universität. Mitglieder der Letzten Generation hatten die Eingangstür mit roter Farbe besprüht. Bei der Aktion wurden auch Musikinstrumente des Universitätsorchesters sowie Kleidung beschädigt.
Kostenpunkt für die Sauerei: Am Gebäude entstand ein Schaden in Höhe von ca. 30.000 Euro Die Schäden an Kleidung und Instrumenten belaufen sich auf ca. 2.500 Euro.

Am Karlsruher Institut für Technologie gab es am Audimax eine Protestaktion der Letzten Generation. Hierbei wurde mit einem Feuerlöscher Dispersionsfarbe auf die Glasfassade des Audimax im Eingangsbereich gesprüht sowie Plakate auf die Glasfassade geklebt. Die Kosten für die Entfernung der Plakatrückstände und Reinigung der Glasfassade belaufen sich auf 552 Euro.

An der Universität Tübingen wurden Böden, Fassade und Fenster der Eingangsseite des Geo- und Umweltzentrums mit Farbe beschmiert. Die Kosten für die Reinigung belaufen sich auf 12.496 Euro. Hinzu kommen noch Kosten für die Reinigung der Rinnenabdeckung, die aber noch nicht beziffert werden können.

An der Pädagogischen Hochschule in Freiburg wurden fast alle Türen mit Plakaten beklebt. Pflaster- und Asphaltflächen wurden mit dem Schriftzug „Letzte Generation“ besprüht. Die Kosten für Reinigung und den Malereinsatz belaufen sich auf 2.968 Euro.

Außerdem gab es weitere Aktionen an mehreren Universitäten im Land, für deren Beseitigung jedoch keine Kosten berechnet wurden.

Strafanzeigen wurden gestellt

Gegen mehrere Akteure der Letzten Generation wurden Strafanzeigen wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung gestellt. Außerdem soll die Möglichkeit der Exmatrikulation geprüft werden, sofern es sich bei den Aktivisten um Studenten der jeweiligen Universität handeln sollte.

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