Bei einem Anti-Terror-Einsatz wurden am Freitag in Meurthe-et-Moselle, Frankreich, fünf Männer verhaftet.
Ihnen wird die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, wie die Antiterror-Staatsanwaltschaft mitteilte.
Eine Polizeiquelle teilte der französischen Zeitung Le Parisien mit, dass diese fünf Personen im Alter von 20 bis 23 Jahren bereits von der Polizei beobachtet wurden wie sie auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt Erkundungen durchgeführt hätten. Ihr Auto war identifiziert worden. Der gleichen Quelle zufolge fanden die Festnahmen am Freitagmorgen in Nancy, Vandoeuvre-lès-Nancy und Toul statt.
Islamistischer Anschlag auf Straßburger Weihnachtsmarkt geplant?
Die Festnahmen erfolgten „aufgrund potenziell besorgniserregender Anzeichen“, sagte eine andere mit dem Fall vertraute Quelle am Freitagabend. „Der Polizeigewahrsam fängt gerade erst an.“
Mitglieder der islamistischen Terrorvereinigung
Einer dritten mit dem Fall nahestehenden Quelle zufolge gehören die Festgenommenen der islamistischen Bewegung an. Laut einer Polizeiquelle werden sie der salafistischen Bewegung zugeordnet. Einer der Verdächtigen ist ein Student, der in seinem Zimmer in einem Studentenwohnheim festgenommen wurde.
Die Ermittlungen werden von der Unterdirektion für Terrorismusbekämpfung (Sdat) der Kriminalpolizei und der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) durchgeführt. Zur Herkunft und Nationalität der Festgenommenen machten die Behörden bis dato keine Angaben.
Innenminister warnt zu Weihnachten vor Terroranschlägen
Zu diesen Festnahmen kam es zur selben Zeit, als Innenminister Gérald Darmanin am Freitag die Präfekten dazu aufrief, anlässlich der Weihnachts- und Dreikönigsfeierlichkeiten „äußerste Wachsamkeit zu bewahren“ , da „die Terrorgefahr weiterhin sehr hoch ist“.
Der Minister erinnerte daran, dass Frankreich seit dem 13. Oktober die Notfallangriffsstufe des Vigipirate-Systems aktiviert hat. Das ist die höchste Terrorwarnstufe. Sie wurde nach der Ermordung von Dominique Bernard, einem Französischlehrer an einem Gymnasium in Arras, der von einem radikalisierten ehemaligen Schüler erstochen wurde, aktiviert.
Erst Anfang Dezember tötete ein Islamist Deutschen Tourist in Paris
Erst am 3. Dezember wurde der deutsche Tourist Collin B., 23 Jahre alt, in Paris auf offener Straße und vor den Augen seiner Freundin, von einem Islamisten erstochen. Täter ist ein in Frankreich geborener Iraner, der bereits 2016 einen Anschlag plante und deswegen zu vier Jahren Haft verurteilt wurde. Schon damals wollte er durch einen Messerangriff möglichst viele Ungläubige töten.
Bei seiner Festnahme nach dem Mord an dem Collin B. teilte er den Behörden mit, dass er es nicht ertragen könne, dass Muslime in Gaza und Afghanistan sterben und er als Märtyrer sterben wolle.

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