Geiselnahme in der Schweiz – Polizei erschießt Geiselnehmer Bewaffneter Mann aus dem Iran hält 15 Geiseln in einem Zug fest

Am Donnerstagabend, 8. Februar kam es im Schweizer Kanton Waadt zu einer Geiselnahme in einem Regionalzug. Ein bewaffneter Mann aus dem Iran hat gegen 18.30 Uhr bei Essert-sous-Champvent den Zugführer überwältigt und ihn zusammen mit 14 Passagieren als Geiseln genommen. Rund 4 Stunden hielt der Mann, der mit einer Axt und einem Messer bewaffnet war, die Menschen in seiner Gewalt. Die Polizei erschoss den 32 jährigen.

Geiselnehmer ist Asylbewerber aus dem Iran – Motiv unklar

Laut Schweizer Medien ist der Geiselnehmer ein Asylbewerber aus dem Iran. Die Verhandlungen mit ihm führte die Polizei mithilfe eines Dolmetschers. Zum Motiv des Mannes machten die Ermittler bis dato keine Angaben.
Mit den Geiseln soll sich der Mann auf Englisch und Farsi unterhalben haben.

Ein Augenzeuge berichtete der Schweizer Zeitung Blick: „Er wirkte gestresst und hat rumgeschrien. Ich hatte nicht den Eindruck, dass er Leute verletzten wollte.“

Bei der späteren Pressekonferenz machte die Polizei keine Angaben zum Motiv. Die Frage eines Journalisten, ob die Tat im Zusammenhang mit der Situation in Gaza stehe, wollte der Polizeisprecher nicht beantworten.

Polizei beendet Geiselnahme nach vier Stunden

Mehr als 60 Beamte, darunter auch eine Spezialeinheit mit Scharfschützen aus Genf waren bei der Geiselnahme im Einsatz. Der Zug wurde von den Beamten umstellt. Nach mehr als vier Stunden lenkte die Polizei den Geiselnehmer durch eine Explosion am Zug ab und stürmte daraufhin den Zug. Die Polizisten konnten sich zwischen dem Geiselnehmer und den Geiseln positionieren. Der Mann griff daraufhin einen Polizisten mit der Axt an. Ein Polizist schoss daraufhin auf den Geiselnehmer und verletzte ihn dabei tödlich.

Alle Geiseln konnten den Zug unverletzt verlassen. Die Behörden leiteten derweil auch eine Ermittlung gegen den Polizisten ein, der den Geiselnehmer getötet hatte.

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