27 Gruppenvergewaltigungen im Jahr 2023
Die Auswertungen sind auf das Jahr 2023 bezogen, wo es im Bundesland Hessen zu 27 Gruppenvergewaltigungen kam.
Im Vergleich zum Vorjahr, wo es zu 45 solcher Gewaltdelikte kam, ist die Zahl der ermittelten Fälle also gesunken. Den Höchstwert gab es im Jahr 2015 mit 48 Gruppenvergewaltigungen.
Die meisten Gruppenvergewaltigungen ereigneten sich mit 4 Fällen in Frankfurt, gefolgt von 3 Fällen in Kassel und 2 Fällen in Wiesbaden.
Weiter gab es noch in Bad Homburg vor der Höhe, Bruchköbel, Gründau, Kronberg im Taunus, Marburg, Waldsolms,
Homberg (Efze), Hilders, Gedern, Gießen, Gernsheim, Waldeck, Limburg an der Lahn, Stadtallendorf, Grävenwiesbach, Hanau, Butzbach, Darmstadt jeweils einen Fall einer Gruppenvergewaltigung.
Tatorte der Gruppenvergewaltigungen
Die Polizeiliche Kriminalstatistik liefert auch Erkenntnisse darüber, wo die Straftaten sich ereignet haben. Die Tatorte der besagten 27 Delikte waren: privater Wohnraum, öffentlichen Raum, Hotel, Asylunterkunft, Schule und Vereinsheim/Garten.
Die meisten Tatverdächtige sind Ausländer oder haben mehrere Staatsangehörigkeiten
Auffällig ist der hohe Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen und jenen, die neben der deutschen Staatsangehörigkeit noch eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen.
Insgesamt wurden zu den 27 Gruppenvergewaltigungen 73 Tatverdächtige ermittelt. Hiervon hatten 30 Tatverdächtig ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit. Ein etwaiger Migrationshintergrund wird bei der Erfassung nicht berücksichtigt. Somit stellen Deutsche rund 41 Prozent aller Tatverdächtigen.
31 Tatverdächtige verfügten ausschließlich über eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das sind dann rund 42,5 Prozent aller Tatverdächtigen.
Konkret die Verteilung nach Ländern der ausländischen Tatverdächtigen: Afghanistan (6 TV), Bulgarien (4 TV), Somalia (3 TV), Albanien, Polen, Slowakei, Türkei, Algerien, Eritrea, Äthiopien (je 2 TV), Rumänien, Russische Föderation, Marokko und Syrien (je 1 TV).
Hinzu kommen 11 Tatverdächtige, die neben der deutschen noch über eine weitere Staatsangehörigkeit verfügen. Diese sind im Einzelnen: Türkei (3 TV), Marokko (3 TV), Spanien (2 TV), Kongo (1 TV), Italien (1 TV), Sierra Leone (1 TV). Bei einem Tatverdächtigen konnte man die Staatsangehörigkeit nicht ermitteln.
Fasst man die ausländischen Tatverdächtigen und jene mit einer zweiten Staatsangehörigkeit sowie der Person, dessen Staatsangehörigkeit man nicht ermitteln konnte, zusammen, sind mindestens 43 Tatverdächtige nichtdeutscher Herkunft. Sie stellen damit einen Anteil von rund 59 Prozent aller Tatverdächtigen.
| Staatsangehörigkeit | Anzahl der Tatverdächtigen | Anteil in % |
|---|---|---|
| Deutsche | 30 | 41,0 |
| Ausländer | 31 | 42,5 |
| Deutsche mit weiterer Staatsangehörigkeit | 11 | 15,0 |
| Staatsangehörigkeit unbekannt | 1 | 1,5 |
Opfer meist Deutsche
Ganz anders sieht es bei den Opfern von Gruppenvergewaltigungen aus. Zu den 27 Gruppenvergewaltigungen wurden insgesamt 28 Opfer ermittelt. 26 Opfer sind weiblich, zwei männlich.
Unter den 28 Opfern sind 20 Opfer deutsche Staatsangehörige. Acht Opfer hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Im Einzelnen: Polen mit zwei Opfern und Marokko, Somalis, Österreich, Schweiz, Rumänien mit jeweils einem Opfer. Bei einem weiteren Opfer ist die Staatsangehörigkeit unbekannt.
Damit stellen Deutsche mit 20 Opfern rund 71,5 Prozent aller Opfer einer Gruppenvergewaltigung im Jahr 2023 in Hessen.
| Geschlecht | Anzahl der Opfer |
|---|---|
| Weiblich | 26 |
| Männlich | 2 |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl der Opfer | Anteil in % |
|---|---|---|
| Deutsche | 20 | 71,5 |
| Ausländer | 8 | 28,5 |
| Land der ausländischen Opfer | Anzahl der Opfer |
|---|---|
| Polen | 2 |
| Marokko | 1 |
| Somalia | 1 |
| Österreich | 1 |
| Schweiz | 1 |
| Rumänien | 1 |
| Unbekannt | 1 |
