IS Kämpfer im Allgäu festgenommen Syrer kam als Asylbewerber nach Deutschland

Im beschaulichen Allgäu ist am Dienstag, 2. April 2024 ein Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat festgenommen worden.
Seit 2016 lebt der Mann bereits bis dato unentdeckt in Deutschland.

Haftbefehl des Oberlandesgerichts Stuttgart

Der Syrer wurde am vergangenen Dienstag in Isny im Allgäu aufgrund eines Haftbefehls des Oberlandesgerichts Stuttgart festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der Generalbundesanwalt hatte zuvor das Verfahren an die Stuttgarter Behörde abgegeben.

Bis 2015 für IS gekämpft – dann nach Deutschland „geflohen“

Dem 35 jährigen Syrer wird vorgeworfen, zwischen 2012 und 2015 für die Terrororganisation Islamischer Staat und mit den örtlichen IS-Führern zusammengearbeitet zu haben. Zudem soll er sich für die islamische Terrororganisation Katibat Abu Bakr al-Siddik eingesetzt haben.

Laut der Generalstaatsanwaltschaft soll der Syrer an mindestens vier Gefechten während der Belagerung des Militärflughafens der Stadt Dair as-Saur beteiligt gewesen sein. Ferner soll er die rechte Hand des Anführers der Katibat Abu Bakr al-Siddik gewesen sein. Außerdem soll er für die Freilassung eines IS Gefangenen Lösegeld gefordert haben und Brennstoff an die Menschen in der Region verkauft haben, um die Terrorgruppe zu finanzieren. Seit 2015 soll er in der Gegend von Aleppo gekämpft und Kriegsbeute verteilt haben.

Im Jahr 2016 kam der Syrer dann über die Türkei nach Deutschland und gab sich hier als Flüchtling aus.
Hinweise auf Planungen von Straftaten durch den Syrer gäbe es aktuell jedoch keine.

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