Häufigkeit einzelner Deliktbereiche
Die Bundespolizei erfasste in den für die öffentliche Sicherheit relevanten Bereiche Gewaltdelikte, Eigentumsdelikte, Sachbeschädigungsdelikte, Sexualdelikte, Betäubungsmitteldelikte und Waffendelikte im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 64.614 Fälle. Umgerechnet bedeutet das rund 357 Fälle pro Tag.
Im Bereich der Gewaltdelikte wurden 14.047 Fälle erfasst. Pro Tag kommt es also im Durchschnitt zu rund 78 Gewaltdelikten an Bahnhöfen und in Zügen. Im Bereich der Eigentumsdelikte erfasste die Bundespolizei 26.613 Fälle. Pro Tag sind das durchschnittlich 147 Fälle. Im Bereich der Sachbeschädigungen wurden 17.595 Fälle registriert. Pro Tag wurden also durchschnittlich 97 Fälle registriert.
Im Bereich der Sexualdelikte wurden 1.076 Fälle polizeilich erfasst. Pro Tag kommt es also im Durchschnitt zu 6 Sexualdelikten an Bahnhöfen und in Zügen. Im Bereich der Betäubungsmitteldelikte wurden 4.475 Fälle registriert. Pro Tag sind das im Durchschnitt 25 Fälle. Im Bereich der Waffendelikte erfasste die Polizei 808 Fälle. Pro Tag wurden also im Durchschnitt 5 Fälle erfasst.
Zahlen zu Tatverdächtigen
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr im Bereich der Kriminalität an Bahnhöfen und in Zügen 15.727 deutsche Tatverdächtige und 15.174 Tatverdächtige mit ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst. Somit stellen deutsche Staatsangehörige rund 50,5 Prozent und nichtdeutsche Tatverdächtige rund 49,5 Prozent aller ermittelten Tatverdächtigen. Bei 251 Tatverdächtigen war die Staatsangehörigkeit zum Zeitpunkt der Erfassung nicht geklärt.
Im Bereich der Gewaltdelikte wurden 5.711 deutsche und 4.641 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt. Bei 101 Gewaltdelikten war die Staatsangehörigkeit ungeklärt. Bei den Eigentumsdelikten wurden 5.375 deutsche und 7.565 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt. Bei 96 Tatverdächtigen blieb die Staatsangehörigkeit ungeklärt. Bei Sachbeschädigungen konnten 1.493 deutsche und 757 ausländische Tatverdächtige ermittelt werden. Bei 13 Tatverdächtigen blieb die Staatsangehörigkeit ungeklärt.
Im Bereich der Sexualdelikte wurden 260 deutsche und 349 ausländische Tatverdächtige ermittelt. Bei elf Tatverdächtigen war die Staatsangehörigkeit ungeklärt. Bei Betäubungsmitteldelikten wurden 2.408 deutsche und 1.582 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt. Bei 24 Tatverdächtigen konnte die Staatsangehörigkeit nicht ermittelt werden. Im Bereich der Waffendelikte konnten 480 deutsche und 280 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt werden. Bei 6 Tatverdächtigen war die Staatsangehörigkeit ungeklärt.
Häufigste Staatsangehörigkeiten nichtdeutscher Tatverdächtiger
Die Liste der ausländischen Tatverdächtigen bei Gewaltdelikten führt Polen mit 585 Tatverdächtigen an. Gefolgt von Syrien mit 529 und Ukraine mit 368 Tatverdächtigen. Bei den Eigentumsdelikten führt Polen mit 1.248 Tatverdächtigen. Auf Platz zwei und drei folgen die Ukraine mit 735 und Algerien mit 667 Tatverdächtigen. Bei Sachbeschädigungsdelikten ist erneut Polen auf Platz eins mit 89 Tatverdächtigen, gefolgt von Ukraine mit 76 und Rumänien mit 54 Tatverdächtigen.
Bei den Sexualdelikten auf Platz eins ist Afghanistan mit 35 Tatverdächtigen, gefolgt von Syrien mit 33 und Polen mit 22 Tatverdächtigen. Algerien führt im Bereich der Betäubungsmitteldelikte mit 136 Tatverdächtigen, gefolgt von Polen mit 130 und Syrien mit 127 Tatverdächtigen. Bei Waffendelikten steht die Ukraine auf Platz 1 mit 37 Tatverdächtigen. Auf Platz zwei und drei folgen Polen mit 28 und Syrien mit 26 Tatverdächtigen.
Messerkriminalität an Bahnhöfen und in Zügen
Im ersten Halbjahr 2025 kam es zu 225 Messerangriffen an Bahnhöfen. Hierzu konnten 64 deutsche und 70 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt werden. Unter den ausländischen Tatverdächtigen führt Syrien, Afghanistan und die Türkei die Liste an.
In Zügen kam es im ersten Halbjahr 2025 zu 68 Messerangriffen. Hierzu wurden 21 deutsche und 12 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt. Die ermittelten Tatverdächtigen stammen aus Syrien, Afghanistan, Marokko, Polen, Serbien, Türkei und Ungarn.
Gewalt gegen Polizeibeamte und Bahnmitarbeiter
Im ersten Halbjahr kam es zu 1.336 Gewaltdelikten zum Nachteil von Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG. Hierzu konnten 546 deutsche und 494 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt werden. Angeführt wird die Liste der ausländischen Tatverdächtige von Polen mit 55 Tatverdächtigen, gefolgt von Syrien mit 44 und der Türkei mit 38 Tatverdächtigen.
In 174 Fällen wurden Beamte der Bundespolizei Opfer eines Gewaltdelikts. 27 Beamte waren in Folge dienstunfähig. Hierzu wurden 81 deutsche und 61 ausländische Tatverdächtige ermittelt. Die Liste wird angeführt von der Türkei mit 9 Tatverdächtigen, auf Platz zwei und drei finden sich Afghanistan und Polen mit jeweils 6 Tatverdächtigen.
Kriminalität an Bahnhöfen und in Zügen – Opfer meist Deutsche
In allen Deliktbereichen stellen Deutsche die Mehrheit der erfassten Opfer. Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden 15.240 Opfer bzw. Geschädigte erfasst. Hiervon waren 11.600 Geschädigte deutsche Staatsangehörige. Im Bereich der Eigentumsdelikte wurden 14.822 Opfer registriert, darunter waren 8.852 deutsche Staatsangehörige. Unter den 1.006 erfassten Opfern im Bereich der Sexualdelikte waren 835 der Geschädigten deutsche Staatsangehörige.
