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Kriminalität im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg 2024 Über 30.000 Tatverdächtige im Jahr 2024

Die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg lässt zu wünschen übrig. Relativierungen von Seiten der Politik und Justiz, es habe nur das Sicherheitsgefühl der Bürger abgenommen, sollen vielleicht zur Beruhigung beitragen, haben jedoch mit der Realität wenig zu tun, wie die Antwort des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen auf eine Anfrage der AfD zeigt.
Diagramm: Kriminalität im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg 2024

Inhalt

Polizei erfasst durchschnittlich 85 Tatverdächtige pro Tag – über 20.000 ausländerrechtliche Verstöße

Im Jahr 2024 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 30.950 Tatverdächtige zu Straftaten im öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) erfasst. Im Durchschnitt registriert die Polizei damit rund 85 Tatverdächtige pro Tag, die eine Straftat im ÖPV begangen haben sollen.

Zu den Straftaten hinzu kommen noch 20.339 ausländerrechtliche Verstöße. Insgesamt wurden damit 51.289 Straftaten im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs registriert. Gleichwohl ausländerrechtliche Verstöße nur von nichtdeutschen Tatverdächtigen begangen werden können, führen Ausländer die Statistiken zu allen anderen Deliktbereichen an.

Ausländer dominieren die Statistik in allen Deliktbereichen

Ein Blick auf die Statistiken der einzelnen Deliktbereiche zeigt, dass im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg zeigt, dass nichtdeutsche Tatverdächtige überall die Mehrheit stellen.

Unter den genannten 30.950 Tatverdächtigen zu Straftaten im öffentlichen Personenverkehr finden sich 11.812 deutsche Tatverdächtige. Sie stellen damit einen Anteil an allen Tatverdächtigen von 38 Prozent. Hingegen wurden 19.138 nichtdeutsche Tatverdächtige erfasst. Ausländer stellen damit die Mehrheit aller Tatverdächtigen mit einem Anteil an allen Tatverdächtigen von 62 Prozent.

Gewaltkriminalität

Im Deliktbereich „Gewaltkriminalität“ wurden im Jahr 2024 insgesamt 1.942 Tatverdächtige erfasst. Hiervon waren 906 Tatverdächtige deutsche Staatsangehörige, was einem Anteil von rund 47 Prozent entspricht. Nichtdeutsche stellen die Mehrheit mit 1.037 Tatverdächtigen und damit einem Anteil von rund 53 Prozent aller Tatverdächtigen.

Zum Deliktbereich „Gewaltkriminalität“ zählen : Mord; Totschlag und Tötung auf Verlangen; Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschließlich mit Todesfolge; Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer; Körperverletzung mit Todesfolge; gefährliche und schwere Körperverletzung; Verstümmelung weiblicher Genitalien; erpresserischer Menschenraub; Geiselnahme; Angriff auf den Luft- und Seeverkehr

Diebstahldelikte

Bei Diebstahldelikten wurden im Jahr 2024 im ÖPV in Baden-Württemberg insgesamt 2.180 Tatverdächtige registriert. Hiervon stellen Ausländer mit 1.397 Tatverdächtigen und damit einem Anteil von 64 Prozent die Mehrheit. Gleichzeitig wurden 783 deutsche Tatverdächtige erfasst, die damit einen Anteil von 36 Prozent aller Tatverdächtigen stellen.

Rauschgiftdelikte

Auch bei Rauschgiftdelikten stellen ausländische Tatverdächtige die Mehrheit. Mit 1.216 nichtdeutschen Tatverdächtigen von insgesamt 2.189 Tatverdächtigen, die im Jahr 2024 registriert wurden, stellen sie einen Anteil von rund 56 Prozent aller Tatverdächtigen. Daneben wurden 973 deutsche Tatverdächtige registriert, die damit einen Anteil von 44 Prozent aller Tatverdächtigen stellen.

Waffen- und Kriegswaffendelikte

Bei Straftaten nach dem Waffen- und Kriegswaffengesetz wurden im Bereich des ÖPV im Jahr 2024 insgesamt 422 Tatverdächtige erfasst. Hiervon stellen nichtdeutsche Tatverdächtige mit 257 Personen oder einem Anteil von rund 61 Prozent ebenfalls die Mehrheit aller Tatverdächtigen. 165 deutsche Tatverdächtige stellen einen Anteil von rund 39 Prozent aller Tatverdächtigen.

Messerangreifer mehrheitlich Ausländer

Im Jahr 2024 wurden im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs in Baden-Württemberg insgesamt 224 Tatverdächtige im Deliktbereich  Messerangriff registriert. Die Zahl der Tatverdächtigen im ÖPV ist in den letzten drei Jahren kontinuierlich angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 181 Tatverdächtige zu Messerangriffen im ÖPV gezählt, im Jahr 2023 waren es 184 Tatverdächtige.

Unter den 224 Tatverdächtigen zu Messerangriffen stellen Ausländer mit 127 Tatverdächtige oder einem Anteil von rund 57 Prozent ebenfalls die Mehrheit. Deutsche Tatverdächtige stellen mit 97 Personen einen Anteil von 43 Prozent aller Tatverdächtigen.

Asylbewerber führen Liste der ausländischen Messerangreifer an

Die Liste der ausländischen Messerangreifer im ÖPV wird von Tatverdächtigen aus den Asylherkunftsländern angeführt. Dreißig Tatverdächtige stammen aus Syrien, vierzehn aus Tunesien, dreizehn aus Marokko und neun Tatverdächtige aus Algerien. Es folgen die Türkei und der Irak mit jeweils sechs Tatverdächtigen. Polen und Afghanistan stellen jeweils fünf Tatverdächtige,

Damit eine Tat im Deliktbereich „Messerangriff“ erfasst wird, ist zwingend eine Tathandlung erforderlich, bei der der Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt wird.

Tabelle

Hier können Sie die Liste aller Tatverdächtigen nach Staatsangehörigkeit sehen:

Staatsangehörigkeit202220232024
TV gesamt181185224
– davon TV deutsch11410197
– davon TV nichtdeutsch6784127
– hiervon SYRIEN, ARABISCHE REPUBLIK132030
– hiervon TUNESIEN31014
– hiervon MAROKKO2213
– hiervon ALGERIEN329
– hiervon TÜRKEI1156
– hiervon IRAK456
– hiervon POLEN205
– hiervon AFGHANISTAN275
– hiervon UNGEKLÄRT344
– hiervon KOSOVO013
– hiervon RUMÄNIEN333
– hiervon SERBIEN053
– hiervon NIGERIA013
– hiervon RUSSISCHE FÖDERATION022
– hiervon UKRAINE022
– hiervon ERITREA312
– hiervon LIBYEN002
– hiervon IRAN, ISLAMISCHE REPUBLIK212
– hiervon BOSNIEN UND HERZEGOWINA001
– hiervon BELGIEN001
– hiervon BULGARIEN101
– hiervon GRIECHENLAND111
– hiervon NIEDERLANDE001
– hiervon ÖSTERREICH101
– hiervon TSCHECHISCHE REPUBLIK001
– hiervon UNGARN101
– hiervon GAMBIA041
– hiervon GHANA001
– hiervon SOMALIA201
– hiervon SRI LANKA001
– hiervon MONGOLEI001
– hiervon FRANKREICH110
– hiervon KROATIEN010
– hiervon ITALIEN230
– hiervon ÄTHIOPIEN100
– hiervon MOSAMBIK100
– hiervon GUINEA110
– hiervon ÄGYPTEN100
– hiervon KOLUMBIEN100
– hiervon GEORGIEN010
– hiervon JORDANIEN100
– hiervon PAKISTAN100
– hiervon STAATENLOS010

Zur Erklärung: Erfasst wurden Tatverdächtige zu Straftaten mit folgenden Tatörtlichkeiten im öffentlichen Raum: Bahn-Anlage, Bahnhof, Bahnkörper (Gleiskörper), Bahnsteig, Eisenbahn (Zug), Fahrscheinautomat, Haltestelle, Omnibus (Bus), S-Bahn (Zug),

sonstige Verkehrsanlage (Schiene), Straßenbahn (Fahrzeug), Straßenbahnanlage, Straßenbahngleisanlage, Straßenbahnhaltestelle, U-Bahn (Zug), U-Bahn-Anlage.


Quelle: Drucksache 17 / 8752 – Landtag Baden-Württemberg

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