Raubüberfälle und Körperverletzungen
Drei Mädchen, die offenbar Teil einer kriminellen Mädchengang sind, sorgten in den letzten Wochen immer wieder für Polizeieinsätze am Hauptbahnhof München. Aufgefallen ist das Trio in der letzten Zeit immer wieder durch regelrechte Raubzüge und auch Gewaltdelikten rund um den Bahnhof. Dabei geht es im Fall der drei Mädchen mindestens um zehn Fälle. Geklaut werden Handys und auch teure Kleidung. Die Ermittlungen, die sich gegen mehrere Tatverdächtige unter wechselnder Beteilung richten, dauern an.
Untersuchungshaft für drei Mädchen
Es sei zwar ungewöhnlich, dass Minderjährige in Untersuchungshaft genommen werden, aber bei den beiden 14-Jährigen und der 16-jährigen Jugendlichen bestehe definitiv Flucht- und Wiederholungsgefahr.
Raubüberfall mit Messer
Der letzte Vorfall am vergangenen Montag, 19. Mai 2025 führte dann auch zur Verhaftung des Trios. Gegen 17:45 Uhr sollen die Drei zwei 14-jähige Mädchen in der Beyerstraße angegriffen haben. Wie schon bei vorherigen Raubüberfällen forderte die Bande die Mädchen dazu auf, Kleidungsstücke herauszugeben. Als diese sich weigerten, zogen sie ein Messer und erzwangen damit die Herausgabe.
Im Anschluss soll es zu einem Gerangel zwischen den drei Tatverdächtigen und ihren 14-jährigen Opfern gekommen sein. Ein Mädchen ging dabei zu Boden und wurde dann durch Schläge und Tritt – auch gegen den Kopf – verletzt. Ein Passant beobachte die Situation und kam den Mädchen zu Hilfe. Die jugendlichen Tatverdächtigen konnten zuerst flüchten, wurden jedoch von der eintreffenden Polizei im Rahmen der eingeleiteten Fahndung festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl. Die Minderjährigen sitzen nun getrennt in Jugendabteilungen verschiedener Justizvollzugsanstalten.
Nachfrage bei der Polizei zu Herkunft und Vorstrafen
Auf Nachfrage beim Polizeipräsidium München teilte uns ein Pressesprecher mit, dass eine 14-jährige Tatverdächtige die somalische Staatsangehörigkeit besitzt, die zweite ist im Besitz der deutschen und der türkischen Staatsangehörigkeit. Die 16-jähirge Tatverdächtige ist deutsche und französische Staatsangehörige und zudem wohnsitzlos. Zuvor lebte sie in diversen Betreuungseinrichtungen, aus denen sie stets wegen ihres Verhaltens verwiesen wurde. Aktuell lebt das Mädchen mehr oder weniger auf der Straße, so der Pressesprecher. Die Hintergründe hierzu sind den Ermittlern jedoch noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.
Alle drei Mädchen sind zudem bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.
