Mitbewohner mit Messer in den Hals gestochen
Der 28-jährige Somalier Liban M. soll laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft am 4. Februar 2025 im Pfalzklinikum Klingenmünster, wo er in der geschlossenen forensischen Abteilung untergebracht ist, einen Mitpatienten mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben.
Am Morgen des 4. Februar 2025 soll sich Liban M. zu seinem noch schlafenden Zimmergenossen begeben und diesen in Tötungsabsicht angegriffen haben. Mit einem Buttermesser, dass ihm für das Frühstück ausgehändigt wurde, soll Liban M. mehrere Hiebe gegen den Hals des Opfers ausgeführt haben. Dem 31-jährigen Geschädigten gelang es, aus dem Zimmer zu flüchten und sich im Stationszimmer in Sicherheit zu bringen. Das Opfer erlitt bei dem Angriff mehrere Schnittverletzungen im Halsbereich.
Mordmerkmal Heimtücke – Beschuldigter schweigt
Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Angegriffene zum Zeitpunkt der Attacke noch geschlafen hatte. Weil dieser dadurch nicht in der Lage war, sich zu wehren, sieht die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal der Heimtücke, nämlich die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers, als verwirklicht an.
Der Beschuldigte hat sich bis heute nicht zum Tatvorwurf geäußert und von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht.
Vorläufiges Gutachten geht von Schuldfähigkeit aus
Die Staatsanwaltschaft Landau hat zur Beurteilung der Frage der Schuldfähigkeit des Beschuldigten bei Tatbegehung ein forensisch-psychiatrischen Gutachten in Auftrag gegeben. Liban M. verweigerte jedoch die Mitwirkung, weswegen dem Gutachter lediglich Erkenntnisse und Informationen aus der Ermittlungsakte zur Verfügung standen. Auf dieser Basis kam der Sachverständige zur vorläufigen Einschätzung, dass der Beschuldigte bei Begehung der Tat schuldfähig war. Eine abschließende Beurteilung der Frage der Schuldfähigkeit bei Begehung der Tat wird jedoch erst im Rahmen der Hauptverhandlung entschieden werden.
Über die Zulassung der Anklage und Eröffnung des Hauptverfahren muss nun das Landgericht Landau entschieden.
Messerangriff von Oggersheim
Am 18. Oktober 2022 tötete der somalische Staatsangehörige Liban M. den 20 jährigen Jonas S. und den 35 jährigen Sascha K. in Oggersheim. Die Tat ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. Der damals 26 jährige lief mit einem langen Messer durch die Straßen von Oggersheim, wo seine Ex-Freundin wohnte. Er war gezielt auf der Suche nach Opfern. Konkret wollte er deutsche Männer töten, um sich an ihnen zu rächen, weil er davon ausging, dass seine Ex-Freundin ihn mit einem Nachbar betrogen hätte.
Gegen 12.20 Uhr traf er auf den 35 jährigen Maler Sascha. Er griff ihn mit dem Messer an, stach mehrmals auf ihn ein. Sein 20-jähriger Kollege Jonas wollte ihm zu Hilfe kommen. Auch ihn griff Liban M. mit dem Messer an und hackte ihm den rechten Unterarm ab, den er dann auf den Balkon seiner Ex-Freundin warf. Beide Männer starben noch am Tatort.
Anschließend ging der Liban M. weiter in einen Drogeriemarkt und verletzte dort den 27 jährigen Marcel K. mit dem Messer lebensgefährlich. Das dritte Opfer überlebte dank einer Notoperation. Nach dem Angriff auf Marcel K. im Drogeriemarkt konnte die Polizei den 26 jährigen Somalier festnehmen, nachdem die Beamten viermal auf ihn geschossen hatten.
Im späteren Prozess zeigte der Angeklagte keine Reue. „Es war eine kriegerische Auseinandersetzung. Ich hatte gekämpft und es ist eben passiert“, so die Aussage des 26 -Jährigen.
Hier finden Sie alle Informationen und Hintergründe zum Messerangriff von Oggersheim:
https://aktuellinformiert.de/der-messerangriff-von-oggersheim
Bild: © Pfalzklinikum
