Schnelltest Irrsinn an den Schulen Über 100.000 Euro für einen positiven PCR Test

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Sind die Schulen Corona Hotspots und Schüler Pandemietreiber?
Welche Kosten entstehen dem Steuerzahler im Zusammenhang mit den Teststrategien an Schulen?
Am Beispiel Baden-Württemberg wird schnell klar, dass die Verhältnismäßigkeit nicht nur in finanzieller Hinsicht nicht gegeben ist.
In Baden-Württemberg besuchen insgesamt 1.476 091 Schüler allgemeinbildende und berufliche Schulen. Die Schüler werden von 136 772 Lehrkräften unterrichtet.

Pro Woche werden Schüler und Lehrer aktuell in Baden-Württemberg zweimal getestet.
In der Woche von Montag, 05.07.2021 bis Freitag 09.07.2021 wurden 438 Schüler per Schnelltest in den Schulen positiv getestet.
Dies bedeutet einen Anteil an der Gesamtschülerzahl von gerundet 0,00 Prozent.
Bei den Lehrern wurde keiner positiv getestet. Demzufolge nach 0,00 Prozent.
Da in Baden-Württemberg leider nicht nachträglich bekannt gegeben wird, wie viele der positiven Schnelltests per PCR Test positiv bestätigt werden, kann man nur Vergleichswerte aus anderen Ländern heranholen. So wurden z.B. in Hessen in derselben Woche bei ca. 1,1 Millionen durchgeführten Schnelltests 146 positive Schnelltests gefunden, laut Mitteilung der Staatskanzlei Hessen. Tatsächlich positiv per PCR bestätigt wurden dann nur 34 Tests. Bedeutet also im Umkehrschluss, dass 112 Schnelltests falsch positiv waren, was einem Anteil von 76,71 Prozent entspricht.
Zurück zu Baden-Württemberg. Geht man von selbem Anteil an falsch positiven Tests wie in Hessen aus, waren also ungefähr 335 Tests der vergangenen Woche an den Schulen in Baden-Württemberg falsch positiv und ca. 103 Tests tatsächlich positiv per PCR Test.

Mit drastischen Folgen nicht nur für die betroffenen Schüler und Lehrer, sondern auch für die Klassenkameraden, Eltern und Familien der positiv Getesteten. Schaut man sich die Zahl der Menschen, die in Quarantäne müssen an, erhält man ein ganz anderes Bild.
So befanden sich Ende vergangener Woche insgesamt 58 Lehrer und 1 092 Schüler in Quarantäne. Die Familienmitglieder derer, die abhängig der Entscheidung des Gesundheitsamtes meist ebenfalls in Quarantäne müssen, nicht mitgerechnet.

Kommen wir zu den Kosten

Laut Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums werden an Sachkosten pro Schnelltest € 3,50 vergütet. Ausgehend von 2 Tests pro Woche für (nach pauschalem Abzug von nicht am Unterricht teilnehmenden Schülern und Lehrern aufgrund Krankheit, etc.) 1.5 Millionen Schüler und 130 000 Lehrer, ergibt dies einen Kostenbetrag von 11,41 Millionen Euro für besagte Woche.
Das bedeutet wiederum, dass bei 438 positiven Schnelltests ca. € 26.000 (gerundet) ausgegeben wurden, um einen positiven Schnelltest zu entdecken. Unter Heranziehung der prozentualen Anteile am Beispiel Hessen, also ca. 103 PCR positiver Tests, fallen dann Kosten in Höhe von ca. € 111.000 (gerundet) an, um einen PCR positiven Test zu entdecken.

In Anbetracht dieser Zahlen kann die Folgerung, sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch im Hinblick auf die Belastung der Schüler, Lehrer und deren Familien nur das sofortige Beenden der Teststrategie an Schulen bedeuten. Der Anteil an positiv getesteten Schülern und Lehrern lag seit Beginn der Testungen an Schulen in Baden-Württemberg nie höher als 0,1 Prozent.
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat aber bereits beschlossen, die Testhäufigkeit im neuen Schuljahr auf drei Tests pro Woche zu erhöhen.

 


Bild/Grafik: Shutterstock
Text: yk

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