Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) will 2G für “sensible Bereiche” Zutritt zu Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime nur für Geimpfte oder Genesene

Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) will 2G für “sensible Bereiche”
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Offenbar können manche Politiker gar nicht genug davon bekommen, die Bürger des Landes mit einschränkenden Maßnahmen zu belegen. Der Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD), gleichzeitig Oberbürgermeister von Leipzig fordert jetzt, dass “schnell” eine 2G Regelung für “sensible Bereiche” kommen soll. Zudem soll es bundeseinheitliche Regelungen im Winter geben.

Kein Zutritt mehr für Ungeimpfte

Geht es nach Jung sollen künftig nur noch Geimpfte und Genese Zutritt zu Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime erhalten.

„Das sollte gelten für Beschäftigte, Besucherinnen und Besucher und alle, die dort geimpft werden können“, sagte der SPD Politiker der Funke Mediengruppe.

Schulbesuch nur noch für geimpfte Schüler?

Mit dem Satz …..”alle, die dort geimpft werden können”, schließt Jung also auch die Schüler mit ein, zumindest jene ab 12 Jahren. Ob er damit den Schulbesuch nur noch geimpften Schülern zugestehen will, bleibt offen.

Freizeit, Sport und Kultur nur mit 2G

Der Präsident des Städtetags geht aber noch weiter in seinen Forderungen: „Sinnvoll ist es genauso, wenn nur Geimpfte und Genesene Clubs, Theater, Kinos und Fitnessstudios besuchen können”, so Jung.

Bundesweit einheitlicher Rahmen für Corona Regeln

Für solche Regeln sei weiterhin ein bundeseinheitlicher Rahmen notwendig, laut Jung: „Die epidemische Lage von nationaler Tragweite muss entweder beibehalten werden oder es muss eine Übergangsfrist geben. Auf den letzten Kilometern der Pandemie können wir keinen Flickenteppich gebrauchen.“

Realität wird ausgeblendet

Offen bleibt, wie die Politik mit der Tatsache umzugehen gedenkt, dass auch Geimpfte sich infizieren und das Corona Virus weitergeben können. Es wird Zeit für öffentliche Debatten, auf welcher wissenschaftlichen Basis man diese Tatsache weiter ignorieren, und dennoch an der 2G-Regelung festhalten und diese weiter ausbauen kann. Offenbar ist man in der Politik aber nicht bereit, von diesem Schema abzurücken. Bleibt zu hoffen, dass sich die Gerichte mit diesem Widerspruch bald beschäftigen werden müssen.


Foto:  © Michael Bader
Text: yk


 

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