Straftaten im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg nehmen zu Nichtdeutsche stark überrepräsentiert

Baden-Württemberg verzeichnet einen starken Anstieg an Straftaten im öffentlichen Nahverkehr.
Besorgniserregend ist die hohe Anzahl an ausländischen Tatverdächtigen. Hier fallen Zuwanderer, also
Menschen, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind, besonders auf.

Anstieg von 5.000 Tatverdächtigen von Straftaten im ÖPV binnen eines Jahres

Waren im Jahr 2021 noch 30.184 Tatverdächtige von Straftaten im öffentlichen Nachverkehr zu verzeichnen, stieg im Jahr 2022 die Anzahl auf 35.778 Tatverdächtige von Straftaten im ÖPV, was einen Anstieg 18,5 Prozent bedeutet.
Pro Tag kommt es also zu knapp 100 Straftaten im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg.

Ausländerrechtliche Verstöße haben sich binnen eines Jahres nahezu verdoppelt. Im Jahr 2021 verzeichneten die Behörden insgesamt 5.849 ausländerrechtliche Verstöße im Baden-Württembergischen ÖPV, stiegen Straftaten in diesem Deliktbereich im Jahr 2022 auf 10.042 Fälle an.

Im Jahr 2022 wurden 1.642 Gewalttaten im ÖPV verzeichnet. Weiter kam es zu 1.316 Diebstählen, 3.283 Drogendelikten und 367 Straftaten nach dem Waffengesetz.

Gesamtzahl der Tatverdächtigen im ÖPV in Baden-Württemberg (2021-2022)
Gesamtzahl der Tatverdächtigen im ÖPV in Baden-Württemberg (2021-2022)

Nichtdeutsche Tatverdächtige überrepräsentiert

Auffällig ist besonders die Anzahl der Straftaten im ÖPV, die durch nichtdeutsche Tatverdächtige begangen wurden.
Besonders die Zuwanderer fallen hier negativ auf.
Ausgenommen der ausländerrechtlichen Verstöße sind im Jahr 2021 insgesamt 24.335 Tatverdächtige von Straftaten im ÖPV zu verzeichnen. Hiervon wurden 12.068 deutsche Tatverdächtige und 12.267 nichtdeutsche Tatverdächtige erfasst.
Der Anteil an ausländischen Tatverdächtigen an Straftaten im ÖPV betrug also 50,17 Prozent.

Im Jahr 2022 wurden ohne ausländerrechtliche Verstöße insgesamt 25.730 Tatverdächtige von Straftaten im ÖPV erfasst.
Hiervon waren 12.006 deutsche Tatverdächtige und 13.724 nichtdeutsche Tatverdächtige.
Der Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen hat somit von 2021 zu 2022 erhöht und lag dann bei 53,34 Prozent.

Deutsche vs. Nichtdeutsche Tatverdächtige im ÖPV in Baden-Württemberg (2021-2022)
Deutsche vs. Nichtdeutsche Tatverdächtige im ÖPV in Baden-Württemberg (2021-2022)

 

Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen stechen Zuwanderer aus Drittstaaten besonders hervor. So waren zum Beispiel 1.483 Afghanen unter den Tatverdächtigen von Straftaten im ÖPV im Jahr 2021 zu verzeichnen. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl an Afghanen unter der Tatverdächtigen auf 3.505 Personen an.

Waren im Jahr 2021 insgesamt 1.458 Tatverdächtige aus Syrien registriert worden, stieg deren Anzahl im Jahr 2022 auf insgesamt auf 1.871 Tatverdächtige an.

Tatverdächtige nach Nationalität im ÖPV in Baden-Württemberg (2021-2022)
Tatverdächtige nach Nationalität im ÖPV in Baden-Württemberg (2021-2022)

 

Ausgehend vom Ausländeranteil in Baden-Württemberg, der aktuell bei rund 18 Prozent liegt, sind Ausländer bei Straftaten im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg damit um das rund dreifache überrepräsentiert.

Schlechte Prognose für 2023 – Weitere Anstiege zu verzeichnen

Zwar liegt die vollständige Polizeiliche Kriminalstatistik für diesen Deliktbereich noch nicht vor, jedoch wurde von Januar bis Oktober 2023 ein weiterer Anstieg bei den Straftaten und bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen verzeichnet.

In den Monaten Januar bis Oktober 2023 zeichnet sich bei den nichtdeutschen TV im ÖPV im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei den Gesamtstraftaten und bei den Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße ein Anstieg ab.
Bei den deutschen TV befindet sich die Anzahl der TV bei den Gesamtstraftaten im ÖPV und bei den Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße im vorgenannten Vergleichszeitraum in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Bei der Gewaltkriminalität im ÖPV ist bei den nichtdeutschen TV im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg zu verzeichnen, während deutsche TV bei der Gewaltkriminalität im ÖPV annähernd auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

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