Tucker Carlson führt Interview mit Putin Ukraine setzt US-Journalist auf berüchtigte „Todesliste“

Seit bekannt ist, dass der amerikanische Journalist Tucker Carlson ein Interview mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin geführt hat, ist die Hysterie groß. Die Propaganda-Vorwürfe gegen Carlson nehmen nicht ab. Die EU Kommission denkt laut darüber nach, dem amerikanischen Journalisten ein Einreiseverbot auszusprechen. Dabei macht Tucker Carlson nur das, was ein Journalist halt so macht.

Interview wird heute Nacht veröffentlicht

Das Interview des US-Journalisten mit dem russischen Präsidenten wird heute Nacht um 0:00 Uhr (MEZ) auf der eigenen Homepage von Carlson und auf der Social Media Plattform X veröffentlicht. Das verkündete Carlson am vergangenen Mittwoch in einem kurzen Video, das über X verbreitet wurde. Carlson liefert auch die Begründung für seine Entscheidung, mit dem russischen Präsidenten zu sprechen.
Die Menschen würden nur einseitig über den Ukraine Krieg informiert werden, hätten aber ein Recht darauf, beide Seiten zu hören und sich unabhängig eine Meinung zu bilden.

Propaganda Vorwürfe und Beschimpfungen

Von allen Seiten erreichen den amerikanischen Journalisten Vorwürfe, er würde sich zum Sprachrohr Putins machen und dessen Propaganda verbreiten. Sogar die amerikanische Politikerin Hillary Clinton schaltete sich ein und beschimpfte Carlson in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender MSNBC als „nützlichen Idioten“ und ein „Hündchen“.

Mitglied des EU-Parlament droht mit Einreiseverbot

Die Aufregung rund um das Putin-Interview ist auch im EU Parlament angekommen. Der ehemalige belgische Premierminister und aktuelles Mitglied des EU Parlaments, Guy Verhofstadt, erklärte gegenüber des Nachrichtensenders Newsweek, dass es „logisch“ sei, dass Untersuchungen gegen den amerikanischen Journalisten eingeleitet werden, weil Putin als „Kriegsverbrecher“ gelte.
Guy Verhofstadt forderte zudem, dass gegen Tucker Carlson ein EU-Einreiseverbot verhängt werde. Er bezeichnete den US-Journalisten außerdem als „Sprachrohr“ von Donald Trump.

Ukraine setzt Tucker Carlson auf berüchtigte „Todesliste“

In der Ukraine reagierte man erbost auf die Nachricht über das Putin Interview. Aktivisten setzten den US-Journalisten auf die gefürchtete Todesliste „Friedensstifter“ (Myrotvorets), nachdem das Interview angekündigt wurde.
Tucker Carlson reagierte darauf noch nicht.

Elon Musk stellt sich hinter Tucker Carlson

Auf einen User-Beitrag auf X, der andeutet, dass Tucker Carlson der nächste Julian Assange werden könnte, antwortet Musk: „Verhaften Sie diejenigen, die seine Verhaftung fordern“.
Die Meldungen, dass das EU Parlament Sanktionen und ein Einreiseverbot gegen den US-Moderator verhängen könnte, kommentierte Musk ebenfalls. Er teilte einen entsprechenden Beitrag auf X und erklärte dazu:

„Wenn das wahr wäre, wäre das in der Tat beunruhigend. Man mag Tucker zustimmen oder nicht, aber er ist ein bedeutender amerikanischer Journalist und eine solche Aktion würde die amerikanische Öffentlichkeit sehr beleidigen.“

Freier Journalismus ist ein hohes Gut

Freie Bürger können sich selbst informieren und eigenständig eine Meinung bilden. Verbote von Nachrichtensendern, Sanktionen für Journalisten und pauschale Propaganda-Vorwürfe haben in einem freien und demokratischen Land, in dem Pressefreiheit und Meinungsfreiheit herrschen, nichts zu suchen. Der mündige Bürger hat das Recht, sich jederzeit frei zu informieren und sich selbst eine Meinung zu einem bestimmten Thema zu bilden, auch wenn diese Meinung nicht der Mehrheitsmeinung entsprechen sollte.

Foto: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America

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