Wer ist der Geiselnehmer?
Stefano B. wurde 1979 geboren und wuchs zusammen mit einer jüngeren Schwester und einem älteren Halbbruder auf. Nach der Hauptschule und dem Besuch eines Berufskollegs absolvierte Stefano eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Ein weiteres Jahr arbeitete er noch in diesem Beruf, bevor sein Arbeitgeber Insolvenz anmelden musste worauf die Entlassung folgte.
Im Jahr 2003 wurde Stefano B. zum Grundwehrdienst einberufen. Direkt im Anschluss verpflichtete er sich für zwölf Jahre als Soldat auf Zeit in der Laufbahn der Unteroffiziere mit Portepee. In seiner Zeit als Soldat wurde er zweimal in Afghanistan eingesetzt. Seine Dienstzeit endete regulär im Jahr 2015. Ein Jahr zuvor begann Stefano eine Ausbildung zum Krankenpfleger, um sich nach seiner Zeit als Soldat wieder in das zivile Berufsleben einzugliedern. Die Ausbildung schloss er im Jahr 2017 erfolgreich ab. Bis 2021 arbeitete er dann in einem Dialysezentrum.
Im Jahr 2020 heiratete Stefano B. seine langjährige Partnerin, mit der er bereits seit 2013 in einer gemeinsamen Wohnung lebte. Zum Zeitpunkt der Hochzeit erwartete das Paar das erste gemeinsame Kind. Der Sohn wurde im Dezember 2020 geboren. Aufgrund den Auswirkungen der psychischen Erkrankung von Stefano zerbrach die Ehe. Er zog im Oktober 2023 aus der gemeinsamen Wohnung aus. Die Frau reichte die Scheidung ein.
Das einst geordnete und wohl glückliche Leben von Stefano B. brach nach und nach auseinander. Der ehemalige Soldat ist einer von vielen Kameraden, die teilweise erst Jahre später nach Einsätzen in Afghanistan an einer posttraumatischen Belastungsstörung erkrankten. Über Jahre hinweg, bereits nach seinem ersten Einsatz in Afghanistan im Jahr 2008, kämpfte Stefano gegen seine Erkrankung an und forderte immer wieder Hilfe ein – die er nicht im dringend benötigten Umfang erhielt.
Einsätze in Afghanistan
Im Jahr 2008 wurde Stefano B. im Rahmen der ISAF-Mission der NATO zum ersten Mal für die Dauer von sechs Monaten in Afghanistan eingesetzt. Nach seiner Rückkehr versuchte er die Erlebnisse in Afghanistan und die belastenden Erinnerungen an diesen Einsatz mit Alkohol zu verdrängen.
Der zweite Einsatz in Afghanistan erfolgte im Jahr 2011, der ebenfalls sechs Monate andauerte. Nach diesem Einsatz verschlechterte sich der Zustand von Stefano. Schlafstörungen, immer wiederkehrende Albträume und durch verschiedene Trigger ausgelöste, belastende emotionale Zustände erschwerten den Alltag des Soldaten. Es gelang ihm dennoch, die psychischen Belastungen durch starken Alkoholkonsum zu verdrängen.
Ausgelöst wurde die später diagnostizierte komplexe Posttraumatische Belastungsstörung durch eine Vielzahl an Geschehnissen während der Afghanistan-Einsätze. In vielen Situationen in Afghanistan hatte Stefano Todesangst erlebt, so zum Beispiel bei Raketenbeschuss, beim Auslösen von Sprengfallen oder während der Sicherung von afghanischen Märkten, wo jederzeit mit terroristischen Anschlägen zu rechnen war. Erschwerend hinzu kommt, dass Stefano schwere Verwundungen und auch Tötungen von nahestehenden Kameraden und afghanischen Zivilisten miterleben musste.
Erkrankung steigerte sich mit den Jahren
Laut dem psychiatrischen Sachverständigen, der das Gutachten zur Schuldfähigkeit von Stefano B. im Auftrag des Landgerichts Ulm erstellt hatte, zeigten sich bei ihm bereits 2009, also kurz nach seinem ersten Einsatz in Afghanistan die ersten Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung. Durch den Alkoholkonsum konnte er die Symptome jedoch unterdrücken. Auch wollte Stefano als Soldat keine Schwäche zeigen.
Nach dem zweiten Afghanistan-Einsatz im Jahr 2011 verstärkte sich die Traumatisierung weiter. Stefano B. trank noch mehr Alkohol um die belastende Situation auszuhalten. Über mehrere Jahre bekämpfte Stefano seine Erkrankung mit dem Konsum von Alkohol.
Als Stefano mit seiner Partnerin plante, zu heiraten und ein Kind zu bekommen stellte er Anfang 2020 das Trinken ein. Als sein Sohn Ende 2020 zur Welt kam und die dämpfende Wirkung des Alkohols gleichzeitig entfiel, entwickelt er ein Vollbild der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung. Dies zeigte sich unter anderem durch eine sehr ausgeprägte Lärmintoleranz. Durch das für Babys gewöhnliche Schreien erlebte der ehemalige Soldat die im Einsatz traumatisierenden Situationen immer wieder erneut. Seiner Ehefrau gegenüber kam es aufgrund seiner ständigen Anspannung auch zu aggressiven Ausbrüchen. Das Paar führte zudem häufige lautstarke Auseinandersetzungen.
Ab Oktober 2021 konnte Stefano wegen seiner psychischen Erkrankung nicht mehr seiner Arbeit im Dialysezentrum nachgehen und kümmerte sich von da an weitgehend alleine um die Betreuung seines kleinen Sohnes, während seine Frau arbeiten ging. Aufgrund des Zustands von Stefano und den dadurch ausgelösten Belastungen, scheiterte die Ehe schlussendlich im Oktober 2023 und er zog aus der gemeinsamen Wohnung aus.
Keine adäquate Hilfe bekommen
Stefano versuchte mehrfach, sich helfen zu lassen. Eine seiner schweren Erkrankung angepasste Therapie erhielt er jedoch nicht. Anfang des Jahres 2022 begann er eigeninitiativ eine ambulante Psychotherapie, die jedoch offensichtlich wenig Erfolg brachte. Im Sommer 2022 wurde dann bei Stefano eine einsatzbedingte, posttraumatische Belastungsstörung mit wiederkehrenden depressiven Phasen und Suizidalität diagnostiziert.
Aufgrund dieser Diagnose stellte die Bundeswehr den ehemaligen Soldaten in einem extra für traumatisierte, bereits aus dem Dienst ausgeschiedene Soldaten vorgesehenen Dienstverhältnis, das zur Wiedereingliederung dienen soll, erneut ein. Nach dem Ende der Ehe und dem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung lebte Stefano wieder in einer Stube in der Kaserne. Hier wurde ihm bewusst, dass seine Ehe gescheitert ist und das Familienleben zu Ende war.
Mehrere Suizidversuche
Seine psychische Situation verschlechterte sich nach dem Scheitern der Ehe drastisch und spitzte sich zu, als er alleine und sehr zurückgezogen wieder in einer Stube in der Kaserne lebte. Der Wunsch zu sterben und alle Probleme dadurch hinter sich zu lassen, nahm immer mehr Raum ein. In den Jahren 2022 und 2023 versuchte Stefano mehrfach, sich selbst mit einem Messer zu töten.
Da diese Methode der Selbsttötung mehrfach scheiterte, unternahm Stefano einen Tag vor Weihnachten 2023 in Berlin auf offener Straße einen Selbstmordversuch, in dem er Tabletten einnahm. Er wurde jedoch von einem Passanten rechtzeitig gefunden und in ein Krankenhaus verbracht.
Nach jedem Suizidversuch wurde Stefano in eine Klinik verbracht. Anstatt ihm aber endlich die psychiatrische Hilfe zukommen zu lassen, die er dringend benötigte, wurde er jedes Mal nur Tage später – trotz seiner Diagnose – als stabil entlassen. Nach seiner letzten Entlassung nach dem Versuch, sich in Berlin das Leben zu nehmen, befand er sich erneut in der für ihn ausweglosen Situation, allein in einer Kaserne, psychisch hochgradig krank und niemand schien ihm helfen zu wollen.
Weihnachten und den gleich darauf folgenden Geburtstag seines Sohnes durfte er nicht mit der Familie verbringen. Die Bundeswehr stellte den so dringend benötigten Therapieplatz erst für Ende 2024 / Anfang 2025 in Aussicht. Daneben plagten ihn Scham und Schuldgefühle, weil seine Beziehung und die Familie aufgrund seiner Aggressionen zerbrochen war.
In dieser aus der Sicht von Stefano aussichtslosen Situation wuchs in ihm der Entschluss, sich öffentlichkeitswirksam von der Polizei erschießen zu lassen. Durch diese aufsehenerregende Methode der Tötung in der Öffentlichkeit durch die Polizei, auch „Suicide by Cop“ genannt, wollte Stefano zudem Aufmerksamkeit erzielen und darauf aufmerksam machen, dass die Bundeswehr ihn aus seiner Sicht im Stich gelassen hatte und er die nötige Behandlung nicht erhalten hat.
Die Geiselnahme
Nachdem er von dem Gedanken durchdrungen war, sich von Polizisten zu töten lassen, kaufte Stefano einen Tag vor der Geiselnahme täuschend echt aussehende Imitationen einer Pistole und eines Maschinengewehrs. Ihm war bewusst, dass er eine intensive Gefahr für die Polizei darstellen müsse, wenn diese – seinem Wunsch entsprechend – ihn erschießen soll.
Am Morgen des Tattags fuhr Stefano zur ehemals gemeinsamen Wohnung in Iserlohn, in der seine Frau und sein Sohn noch lebten und hinterließ bei einer Nachbarin ein Paket für seinen Sohn. Noch immer war er festen Willens, sich in der Öffentlichkeit von Polizisten erschießen zu lassen und so sein Leben zu beenden.
Anschließend machte sich Stefano auf den Weg – ohne Ziel. Er hatte bis zu diesen Zeitpunkt nicht geplant, wo er einen entsprechenden Polizeieinsatz, der für ihn tödlich enden soll, auslösen wolle. Nach stundenlanger Fahrt auf der Autobahn in Richtung Süden kam Stefano in Ulm an. Zuerst parkte er sein Auto in der Ulmer Innenstadt. Eigentlich wollte er dann in einem Hotel ein Zimmer nehmen. Dort angekommen, traf er jedoch auf eine größere und laute Menschenansammlung. Durch diesen Trigger wurden erneut Erinnerungen an die Afghanistan-Einsätze und den traumatischen Erlebnissen dort ausgelöst. Stefano verließ das Hotel und ging zurück zu seinem Wagen, um die Tasche mit den Waffenimitationen, in der sich auch zwei Messer befanden, zu holen. Einerseits tat er dies, weil er sich so sicherer fühlte. Andererseits war er weiterhin von dem Gedanken getrieben, den für ihn tödlichen Polizeieinsatz zu provozieren.
Zuerst ging Stefano noch einmal durch die Innenstadt von Ulm und betrat dann gegen 18:10 Uhr die Starbucks Filiale am Münsterplatz. Dort bestellte er sich einen Kaffee und setzte sich an einen Tisch. In der Nähe bemerkte er ein junges Paar, das sehr glücklich auf ihn wirkte. In dem Moment wurde ihm erneut bewusst, dass er seine Ehefrau und seinen Sohn verloren hatte. Ab da hatte der Gedanke, all seine Probleme durch Suizid loszuwerden höchste Priorität. Sein Entschluss, im Starbucks Café Geiseln zu nehmen, war gefasst.
Gegen 18.40 Uhr übergab er dem jungen Paar am Nebentisch einen Zettel, auf dem er zuvor geschrieben hatte, dass sie bitte das Café verlassen und draußen dann die Polizei anrufen sollen. Das Paar ignorierte Stefano jedoch. Auch sein Versuch, die beiden jungen Leute mit Geld zu überzeugen, den Zettel zu nehmen und das Geschriebene umzusetzen, scheiterte. Sodann zog er die täuschend echt aussehende Pistole aus seiner Tasche und richtete diese auf den jungen Mann. Unter dem Eindruck der Bedrohung lasen die Beiden den Zettel durch, verließen den Starbucks und benachrichtigten die Polizei, dass sich in dem Café eine bewaffnete Person aufhält.
Nachdem die beiden jungen Leute das Café verlassen hatte, zog Stefano auch das täuschend echt aussehende Maschinengewehr aus der Tasche und forderte die neun Gäste, darunter auch Minderjährige, sowie die beiden Mitarbeiterinnen, dazu auf, sich im hinteren Teil des Cafés zu versammeln. Nicht einmal eine Minute später ließ er jedoch vier Geiseln frei. Übersehen hatte er einen jungen Mann, der sich zu der Zeit auf der Toilette befand. Als dieser in den Gastraum kam, richtete Stefano das Maschinengewehr auf ihn und forderte ihn auf, sofort nach draußen zu gehen, was dieser auch tat.
Gegen 18:50 Uhr ließ Stefano alle weiteren Geiseln, bis auf eine Mitarbeiterin des Cafés, frei. Mit ihr wartete er auf die Polizei, in der festen Annahme, dass Beamte eines Sondereinsatzkommandos den Starbucks angesichts der von ihm ausgehenden Gefahr bald stürmen und ihn erschießen würden. Währenddessen erzählte er seiner Geisel von seiner Erkrankung, seinen Einsätzen als Soldat, seiner zerbrochen Familie und seinem Wunsch zu sterben. Außerdem musste die Mitarbeiterin über Social Media seiner Frau schreiben, dass alles gut werde und er sich in Ulm befände. Da er nicht wollte, dass seine Geisel bei dem kommenden Polizeieinsatz verletzt würde, erklärte er ihr, wie sie sich verhalten solle, wenn es soweit ist und machte mit ihr diesbezüglich auch einige Übungen.
Nachdem zwei Stunden vergangen waren seit Stefano den Starbucks betrat, wollte er nicht länger warten. Er ging davon aus, dass sich zwischenzeitlich das SEK draußen positioniert hatte und ihn erschießen würde sobald er nach draußen komme. Er wies seine Geisel an, die Hände über den Kopf zu halten und hielt ihr die Pistole an den Hinterkopf. So ging er dann mit der Frau nach draußen. Wie von ihm erhofft, gab ein Polizeibeamter auch unmittelbar mehrere Schüsse auf ihn ab. Die Geisel blieb körperlich unverletzt. Stefano sackte – im Gesicht und am Arm getroffen – zu Boden.
Die juristische Aufarbeitung
Wenngleich keine der Geiseln körperlichen Schaden bei der Geiselnahme genommen hatte, löste das schreckliche Erlebnis bei mehreren Betroffenen massive psychische Folgen aus. Die Angestellte des Starbucks, die am längsten in der für sie lebensbedrohlichen Situation ausharren und die Schussabgabe auf Stefano aus nächster Nähe miterleben musste, litt noch während des Prozesses neun Monate nach der Tat unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, Depressionen, Panikattacken und hatte Selbstmordgedanken. Andere Geiseln litten unter Schlafstörungen und Angstzuständen.
Der Geiselnehmer überlebte zwar die Polizeischüsse, anders als von ihm geplant. Jedoch erlitt er schwerste Gesichtsverletzungen und wird wohl sein Leben lang gezeichnet sein. Sein Unterkiefer wurde quasi komplett weggeschossen. Er wird sich einer Knochenaufbau Operation des Unterkiefers unterziehen müssen. Während des Prozesses sah man in Medienberichten das Ausmaß der Verletzungen. Er war zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage, selbstständig zu essen und wurde über eine Magensonde ernährt. Seine Aussprache ist kaum verständlich. Da ihm der Unterkiefer fehlt, läuft ihm auch ständig der Speichel aus der völlig deformierten Mundhöhle.
Stefano legte gleich zu Beginn ein umfassendes Geständnis ab, das von Reue geprägt war. Es ist offensichtlich, dass er niemanden bewusst verletzten wollte. Aufgrund seiner psychischen Erkrankung war er jedoch nicht mehr in der Lage, seinen unbedingten Wunsch, zu sterben, der körperlichen Unversehrtheit unbeteiligter Dritte unterzuordnen. Da ihm jedoch laut Einschätzung des Gutachters kognitiv die Gefährdung Dritter während der Geiselnahme bewusst war, was sich auch dadurch zeigte, dass Stefano den Geiseln wiederholt erklärte, dass ihnen nichts passieren werde, ging das Gericht nicht von einer vollständigen Schuldunfähigkeit zum Tatzeitpunkt aus.
Stefano wurde wegen Geiselnahme, Nötigung und Körperverletzung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Zudem ordnete das Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Im Prozess machte Stefano den Eindruck, als sei er mit dem Urteil zufrieden. Er erklärte, dass er zwischenzeitlich neuen Lebensmut gefasst hätte und später für seinen Sohn da sein möchte. Selbstmordabsichten hätte er nicht mehr. Der Sachverständige schrieb dies jedoch dem Umstand zu, dass sich Stefano nun in der psychiatrischen Klinik in einem geschützten Umfeld befände, und dadurch nicht den alltäglichen Belastungen ausgesetzt ist. Ohne eine langjährige Therapie bestehe das hohe Risiko, dass Stefano unter den Eindrücken der durch die Erlebnisse in den Kriegseinsätzen ausgelösten Posttraumatischen Belastungsstörung erneut von Suizidgedanken getrieben, Straftaten gegenüber unbeteiligten Dritten begehen könnte.
Ein bitterer Fall eines Geiselnehmers, der selbst Opfer staatlicher Institutionen ist
Der tragische Fall des ehemaligen Soldaten zeigt auf, wie wichtig eine umfassende Betreuung von Soldaten ist, die im Einsatz in Kriegsgebieten waren. Die Geiselnahme, die Stefano im Zustand höchster psychischer Traumatisierung beging und dadurch elf unbeteiligte Menschen selbst schwer traumatisierte, hätte nicht passieren müssen. Eine frühzeitige Behandlung hätte sicherlich diese Tat verhindern können. Dass ein traumatisierter Soldat, der dem Land diente, mehr als zwei Jahre auf einen dringend benötigten Therapieplatz warten muss und auch nach mehreren Suizidversuchen immer wieder auf sich allein gestellt aus Kliniken entlassen wurde, ist einem Land wie Deutschland wahrlich nicht würdig.
Die Geiselnahme von Ulm wurde zwar durch einen Täter begangen. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis, dass aus einem verdienten Soldaten und bis dato völlig unbescholtenem Mann nur deshalb der Geiselnehmer von Ulm wurde, weil er von den staatlichen Institutionen nicht die Hilfe bekam, die er dringend benötigt und verdient hatte.
