Zwei islamistische Gefährder festgenommen Festnahme am 20. Jahrestag von 9/11

Zwei islamistische Gefährder festgenommen
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Zwei islamistische Gefährder wurden am Jahrestag von 9/11 festgenommen. Und wie vor 20 Jahren spielt die Hansestadt Hamburg eine zentrale Rolle.

Eine Spezialeinheit der Polizei stürmte in der Nacht zu Samstag die Räumlichkeiten eines Kulturvereins Hamburger Stadtteil Hausbruch. Die SEK-Polizisten überwältigen dort im Auftrag des Staatsschutzes einen Deutsch-Afghanen (17) und nahmen ihn fest. Auch die Wohnung des Verdächtigen wurde durchsucht.

Kurze Zeit später wurde in Mecklenburg-Vorpommern ein Deutsch-Algerier (21) festgenommen. Auch dieser Verdächtige stammt aus Hamburg, befand sich jedoch zu Besuch in Mecklenburg-Vorpommern. Der Verdächtige wurde nach seiner Festnahme auf eigenen Wunsch zurück in die Hansestadt gebracht.

Zugriff erfolgte wegen akuter Gefährdungslage

Wie die Bild Zeitung berichtet, lagen der Staatsabteilung des Landeskriminalamts Hinweise auf eine akute Gefährdungslage vor.
Die entscheidenden Hinweise zu den zwei Verdächtigen kamen vom Nachrichtendienst. Weitere Einzelheiten wollte die Polizei wegen den noch laufenden Ermittlungen nicht nennen. Die zwei Verdächtigen sollen heute noch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Fast 2000 Personen aus der islamistischen Szene leben in Hamburg

Offenbar kann die islamistische Szene in Hamburg recht einfach und unbehelligt agieren und deren Anhänger scheinen sich in der Hansestadt ziemlich wohl zu fühlen. Anders lässt sich die hohe Anzahl von rund 1 700 Personen, die vom Verfassungsschutz der islamistischen Szene zugeordnet werden, kaum erklären. Unter den genannten Personen befinden sich Salafisten und Jihadisten, deren erklärtes Ziel die Abschaffung der Demokratie und die Einführung eines Systems, das auf der islamischen Scharia basiert, ist.

Auch die Attentäter von 9/11 waren in Hamburg zuhause

Von 1998 bis 2001 lebten die späteren Attentäter von 9/11 in Hamburg. Mohammed Atta, Ramzi Binalshibh und Said Bahaji. Mohammed Atta flog die entführte Boeing 767 der American Airlines, Flug AA 11 von Boston nach Los Angeles. Um 8.46 Uhr lenkte der 33-Jährige das Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers.

Ramzi Binalshibh gilt als einer der wichtigsten Planer der Terroranschläge. Er befindet sich ohne abschließendes Gerichtsverfahren im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay. Said Bahaji war “Buchhalter” und Planer. Sein Aufenthaltsort ist seit Jahren nicht bekannt. Die US Behörden vermuten jedoch, dass er sich im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan aufhält. Man kann nur hoffen, dass Bahaji nicht zu jenen Personen gehört, die mit den Evakuierungsfliegern der Bundeswehr, die eigentlich die Ortskräfte ausfliegen sollten, genutzt haben, um vom Flughafen Kabul in Afghanistan nach Deutschland zu gelangen.

Marwan al-Shehhi, steuerte das zweite entführte Flugzeug in den Südturm des World Trade Centers. Ziad Jarrah steuerte den entführten United-Airlines-Flug UA 93, den die Passagiere zum Absturz auf einem Feld in Pennsylvania zwangen. Zakariya Essabar, hielt die Kommunikation und den Kontakt zu Al-Kaida in Pakistan aufrecht.

Zuständig als Innensenator in Hamburg zu Zeiten der Anschläge von 9/11 war übrigens der aktuelle Kanzlerkandidat der SPD, Olaf Scholz.


Foto/Grafik: Shutterstock /ai
Text: yk


 

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