Regionalzeitung berichtet über Messerangriff am 4. Februar
Wie die Regionalzeitung „Rheinpfalz“ berichtet, kam es am 4. Februar im Maßregelvollzug des Pfalzklinikums Klingenmünster zu einem Messerangriff auf einen Patienten. Bei dem Angreifer soll es sich um den 28-jährigen Somalier handeln, der im Oktober 2022 die beiden Handwerker in Oggersheim mit einem Messer angegriffen und getötet hatte.
Der Somalier soll am 4. Februar versucht haben, einen 31-jährigen Mitpatienten mit einem Besteckmesser zu töten. Das Opfer erlitt mehrere Stich- und Schnittverletzungen im Hals und Oberkörperbereich. Laut Behördenangaben konnte sich der Angegriffene aber trotz seiner Verletzungen in Sicherheit bringen. Lebensgefahr besteht nicht.
Staatsanwaltschaft verweist auf Persönlichkeitsrechte
Auf Nachfrage von Aktuell Informiert will die Staatsanwaltschaft Landau nicht bestätigen, dass es sich bei dem Messerangreifer vom 4. Februar um den Mörder von Oggersheim handelt. Diese Bestätigung könne man nicht geben, da die Persönlichkeitsrechte des Tatverdächtigen verletzt werden könnten.
Bestätigen könne man nur, dass es sich bei dem Messerangreifer in der psychiatrischen Klinik um einen 28-jährigen Mann handelt, der wegen eines Tötungsdelikts im Maßregelvollzug untergebracht ist.
Gutachter änderte kurz vor Prozessende seine Meinung
Im Prozess vor dem Landgericht Frankenthal gegen den Somalier wegen der brutalen Gewalttat in Oggersheim kam es im Mai 2023 kurz vor dem Urteil zu einer überraschenden Wendung. Der vom Gericht beauftragte Gutachter korrigierte überraschende seine vorläufige Einschätung und stufte den Angeklagten schließlich doch als psychisch krank und schuldunfähig ein.
Nach Ansicht des Sachverständigen würde der Somalier an einer paranoiden Schizophrenie leiden. Er hätte außerdem Wahnvorstellungen, würde Stimmen hören und hätte Angst, vergiftet zu werden. Eine Tat wie der grausame Mord an den beiden Handwerkern könne sich daher jederzeit wiederholen.
Als Begründung für die geänderte Einstufung erklärte der Gutachter damals, dass er eine Weile gebraucht habe, bis ihn der Gedanke durchdrang, dass der Angeklagte psychisch krank und damit schuldunfähig ist. Die Hauptverhandlung habe anfängliche Zweifel im Laufe der Zeit ausgeräumt.
Grausame Tat von Oggersheim
Am 18. Oktober 2022 tötete der Somalier Liban M. den 20 jährigen Jonas S. und den 35 jährigen Sascha K. in Oggersheim.
Die Tat ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. Der 26 jährige lief mit einem langen Messer durch die Straßen von Oggersheim, wo seine Ex-Freundin wohnte. Er war gezielt auf der Suche nach Opfern. Konkret wollte er deutsche Männer töten, um sich an ihnen zu rächen. Er ging davon aus, dass seine Ex-Freundin ihn mit einem Nachbar betrogen hätte.
Gegen 12.20 Uhr traf er auf den 20 jährigen Maler Jonas. Er griff ihn mit dem Messer an und hackte ihm den rechten Unterarm ab, den er dann auf den Balkon seiner Ex-Freundin warf. Sein 35 jähriger Kollege Sascha wollte Jonas zu Hilfe kommen und wurde ebenfalls angegriffen. Beide Männer starben noch am Tatort. Anschließend zog der Mann weiter und verletzte in einem Drogeriemarkt den 27 jährigen Marcel K. mit dem Messer schwer. Das dritte Opfer überlebte dank einer Notoperation.
Nach dem Angriff auf Marcel K. im Drogeriemarkt konnte die Polizei den 26 jährigen Somalier festnehmen, nachdem die Beamten viermal auf ihn geschossen hatten. Leider hat er überlebt. Ich kann es nicht anders sagen.
Im späteren Prozess zeigte der Angeklagte keine Reue. „Es war eine kriegerische Auseinandersetzung. Ich hatte gekämpft und es ist eben passiert“, so die Aussage des 26 -Jährigen.
Bild: © Pfalzklinikum
