Angriff auf Ungläubige
Laut Anklage teilt Wassim Al M. die Ideologie der terroristischen Vereinigung “Islamischer Staat” (IS). Kurz vor dem Messerangriff soll er über einen Messenger-Dienst ein Foto von sich an IS-Mitglieder versendet haben, damit der IS sich zur Tat bekennen kann.
Der Syrer entschloss sich, am 21. Februar von Leipzig, wo er in einer Asylunterkunft lebte, nach Berlin zu reisen, um dort Ungläubige anzugreifen, die er als Repräsentanten der von ihm abgelehnten westlichen Gesellschaftsform betrachtete. Am frühen Abend setzte er seinen Plan in die Tat um und griff einen 30-jährigen spanischen Touristen im Stelenfeld des Denkmals für ermordete Juden Europas hinterrücks an. Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Nach kurzer Flucht konnte der 19-Jährige von Polizeibeamten festgenommen werden und befindet sich seither in Untersuchungshaft.
Beschuldigter ist anerkannter Flüchtling
Laut einem Bericht des Spiegels kam Wassim Al M. als unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber nach Deutschland. Zuerst kümmerte sich das Jugendamt Leipzig um ihn. Er soll angegeben haben, in Syrien von Assad-Kräften festgenommen und gefoltert worden sein. Im Oktober 2023 wurde er als Flüchtling anerkannt.
