Tat an Grausamkeit kaum zu überbieten
Es war der 22. September 2023 als die beiden Angeklagten, damals 14 Jahre alt, beschlossen, den 13-jährigen Deutschen K. erneut zu demütigen und zu misshandeln. Offensichtlich hatten sie die Tat geplant. Denn in einer Gebäuderuine in Königslutter hatten sie im Keller einen Raum durch ein Vorhängeschloss gesichert, damit Dritte keinen Zutritt haben. In diesen Raum wurde das 13-jährige Opfer zusammen mit seinem 14-jährigen Freund L. geführt.
Die beiden Angeklagten schüchterten im Anschluss dem anwesenden 14-jährigen L. ein und machten ihm klar, dass er sich bei dem, was dann folgen sollte, ruhig verhalten solle. Was dann folgte, lässt einem den Atem stocken angesichts der Grausamkeit, der das junge Opfer ausgesetzt wurde. Die beiden Angeklagten schlugen den Jungen und zwangen ihn unter Androhung und Zufügung von körperlicher Gewalt zu sexuellen Handlungen und vergewaltigen das Opfer gemeinschaftlich.
Als sie von dem 13-Jährigen abließen drohten sie dem Jungen, dass sie ihn umbringen werden, wenn er irgendjemandem davon erzählen sollte, was ihm angetan wurde. Dem Freund des Opfers drohten die beiden Jugendlichen unter Vorhalt eines Messers, ihn abzustechen, wenn er etwas erzählen sollte. Die beiden Jungen nahmen die Drohung ernst und erzählten aus Angst niemandem etwas.
Taten gefilmt und verbreitet
Der Syrer und der Bulgare filmten Teile der Misshandlungen und verbreiteten diese Aufnahmen später. Die Mutter des 13-jährigen K. wurde erst durch die Verbreitung der widerwärtigen Aufnahmen auf das aufmerksam, was ihrem Sohn angetan wurde. Eine Woche nach der Tat stellte sie Strafanzeige.
Angeklagte nicht vorbestraft – aber mehrere laufende Ermittlungen
Bis jetzt sind die beiden Angeklagten nicht vorbestraft. Jedoch liegen bereits mehrere Ermittlungs- und Strafverfahre, insbesondere wegen Körperverletzungsdelikten gegen die heute 16-Jährigen vor.
Der Prozess wegen der Misshandlungen und der gemeinschaftlichen Vergewaltigung des 13-jährigen K. findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wie es dem heute 15-jährigen Jungen geht, ist nicht bekannt.
