Angreifer wollte Frau töten
Am 14. März 2025 befand sich die 27-jährige Erzieherin gegen 15:45 Uhr auf dem Heimweg von ihrer Arbeit, als sie zwischen der Henrietten- und der Seefelder Straße von einem Mann angegriffen und schwer verletzt wurde. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Stuttgart griff der 29-Jährige die ihm unbekannte, völlig arg- und wehrlose Frau von hinten an. Er soll sie mit den Unterarm in den Würgegriff genommen haben. Mit dem Ziel, sein Opfer zu töten, soll er dann mehrfach und wuchtig mit einem Messer auf die linke Körperseite der Frau eingestochen haben.
Vermutlich waren es ihre eigenen lauten Hilfeschreie, die der jungen Frau das Leben retteten. Denn infolge ihrer Schreie soll der Angreifer von ihr abgelassen und geflohen sein. Die 27-Jährige erlitt mehrere tiefe Schnitt- und Stichverletzungen am linken Arm, der Schulter und am Oberschenkel. Sie kam schwer verletzt in eine Klinik. Lebensgefahr bestand zum Glück nicht.
Angeklagter kurze Zeit später wegen anderer Delikte in Haft genommen
Nach der Tat wurde eine Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei eingerichtet. Die Spurenauswertung führte sodann zum Tatverdächtigen, bei dem es sich um einen 29-jährigen Afghanen handelt. Dieser wurde bereits einen Monat nach der Tat, am 14. April wegen zweier Bankeinbrüche in Untersuchungshaft genommen.
Der 29-Jährige soll in der Nacht zum 14. April kurz nach 01:00 Uhr eine Scheibe im Vorraum der Bank in der Kirchheimer Alleenstraße eingeschlagen haben. In der Bank brach der 29-Jährige mit einem Brecheisen eine Bürotür auf, um an dort gelagertes Münzgeld in vierstelliger Höhe zu gelangen. Während der folgenden Flucht konnte der Afghane von eintreffenden Polizeibeamten festgenommen werden. Außerdem wird dem 29-Jährigen vorgeworfen, bereits am 20.02.2025 in dieselbe Bankfiliale eingebrochen zu sein.
Haftstrafe wegen Bankeinbrüche
Wegen der beiden Bankeinbrüche wurde der 29-Jährige bereits im August vor dem Amtsgericht Nürtingen zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.
Urteil wegen Messerangriff Anfang Dezember erwartet
Der Prozess wegen des Messerangriffs in Kirchheim unter Teck auf die Erzieherin beginnt am 19. November. Anberaumt sind derzeit drei weitere Fortsetzungstermine. Dem Angeklagten wird versuchter Mord vorgeworfen. Mit einem Urteil ist Anfang Dezember zu rechnen.
