Update 2. März 2026 – Messerangreifer tot in Zelle aufgefunden
Der Tatverdächtige wurde zwischenzeitlich in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden, wie die “Main-Post” zuerst berichtete. Eine Polizeisprecherin erklärte, dass alles auf Suizid hindeute.
Damit dürfte sich nicht mehr klären lassen, ob der 35-Jährige gezielt die Personen angriff. die sich am Stand der Zeugen Jehovas aufgehalten haben. Der Tatverdächtige machte bis zu seinem Suizid keinerlei Angaben zum Motiv.
Wie die Staatsanwaltschaft Würzburg mitteilte, war der Tatverdächtige nicht vorbestraft. Allerdings gab es ein aktuelles Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung gegen ihn. Der 35-Jährige kam 2023 nach Deutschland. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Weil er über eine Duldung verfügte, konnte er sich dennoch in Deutschland aufhalten. Anzeichen für eine Drogenabhängigkeit und in Folge einer drogeninduzierten Psychose zum Tatzeitpunkt liegen nicht vor.
Angriff um 8 Uhr am Montagmorgen
Zu dem Messerangriff kam es heute gegen 8 Uhr am Hauptbahnhof Würzburg. Wie die Polizei berichtet, soll sich der 35-Jährige um 7:50 Uhr in der Eingangshalle des Hauptbahnhofs aufgehalten haben. Sodann soll er zu einem Stand der Religionsgemeinschaft “Zeugen Jehovas” gegangen sein, und dort unvermittelt in Richtung eines 68-jährigen Mannes, der sich dort befand, eingestochen haben. Auch einen 51-Jährigen und einen 55-jährigen Mann ging er mit dem Messer an.
Mutige Passanten überwältigen Angreifer
Es ist wohl dem Mut einiger Passanten, darunter ein Polizeibeamter in Zivil zu verdanken, dass es bei dem Messerangriff keine Schwerverletzten oder gar Todesopfer zu beklagen sind. Mehrere Menschen griffen sofort ein, überwältigten den Angreifer und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf. Der 35-Jährige wurde von den Beamten vorläufig festgenommen. Die drei angegriffenen Personen erlitten keine Stich- oder Schnittverletzungen. Sie werden aktuell durch Einsatzkräfte betreut.
Kripo übernimmt Ermittlungen
Die Kriminalpolizei Würzburg hat noch vor Ort die Ermittlungen übernommen. Der Bereich um den Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Die Videoaufzeichnungen des Hauptbahnhofes werden gesichert. Außerdem wird die Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht. Mit Hochdruck werde zu den Hintergründen der Tat und zum Tatablauf ermittelt.
Die Polizei bittet um Zeugenhinweise
Die Kriminalpolizei Würzburg bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
- Wer konnte die Tat in der Eingangshalle beobachten?
- Wer hat den Tatverdächtigen im Vorfeld des Geschehens am Hauptbahnhof oder auch im Bereich der Kaiserstraße wahrgenommen?
- Wer konnte Ausrufe oder Gesten des Mannes wahrnehmen?
- Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.
Quelle: Polizeibericht
