Geschlagen und vergewaltigt
Das Opfer traf auf den Mann gegen 22.50 Uhr am Rathausplatz in Ingolstadt, wo beide in einen Bus einstiegen. Gegen 23 Uhr verließen beide den Bus am Hauptbahnhof in Ingolstadt. Gegen 0:45 Uhr bestieg dann die 42-jährige Ukrainerin einen Zug Richtung Pfaffenhofen an der Ilm. Der 30-jährige Tatverdächtige folgte ihr. Bereits im Zug soll die Frau von dem Mann dann körperlich bedrängt worden sein.
Am Bahnhof in Pfaffenhofen soll es dann im Bereich der Fahrradabstellplätze zu der Vergewaltigung gekommen sein. Der Angreifer soll die Frau zu Boden gerissen, auf sie eingeschlagen und sie gebissen haben. Anschließend soll er gewaltsam mit dem Finger in sie eingedrungen sein. Die 42-Jährige stellte sich in ihrer Verzweiflung tot. Erst dann ließ der Nigerianer von ihr ab, klaute noch ihre Handtasche und flüchtete.
Laut Polizeibericht wurde das Opfer leicht verletzt. Die 42-Jährige konnte aufstehen und sich auf eine Straße begeben, wo sie ein Auto anhielt. Der Fahrer des Wagens verständigte dann die Polizei.
Tatverdächtiger in Asylunterkunft festgenommen
Bereits einen Tag nach der grausamen Tat konnte die Polizei einen Tatverdächtigen festnehmen. Bei ihm handelt es sich um einen 30-jährigen nigerianischen Staatsangehörigen, der in einer Asylunterkunft in Manching lebt. Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte eine Polizeisprecherin, dass die Auswertung von Videoaufnahmen der Überwachungskamera die schnelle Identifizierung des Tatverdächtigen ermöglichte. Laut BILD ist der 30-Jährige bereits wegen Diebstahl- und Körperverletzungsdelikten polizeibekannt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurde der Tatverdächtige heute einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Diebstahl von Gegenständen aus einer Handtasche.
Update 19. August 2026 – Urteil gefallen – Angeklagter rastet im Gerichtssaal aus
Vor dem Landgericht Ingolstadt fiel heute das Urteil gegen den 30-Jährigen. Er wurde wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Diebstahl zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren verurteilt. Als der Richter das Urteil verkündete rastete der Mann aus.
“Too much” (zu viel) sagt der Angeklagte immer wieder. Dann springt er schlagartig auf, ergreift ein Mikrofon vom Gerichtssaal und geht damit auf den Vorsitzenden Richter zu. Zwei Polizeibeamten, die ihn aufhalten wollen, greift er an, würgt einen Beamten und verletzt ihn am Kopf. Schließlich kann der Angeklagte fixiert und aus dem Saal geführt werden. Er habe nichts getan, sieben Jahre Haft bekäme er für nichts, schrie der Angeklagte immer wieder.
Opfer floh aus der Ukraine nach Deutschland – und ging wieder zurück
Das 42-jährige Opfer war vor dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland geflohen. Die Frau leidet heute noch sehr unter der Vergewaltigung, weswegen sie es vorzog, wieder zurück in die Ukraine zu gehen. Sie wird vor Gericht durch eine Anwältin vertreten.
Die Urteilsbegründung wurde im Anschluss ohne den Angeklagten verlesen, auf den schon bald ein neuer Gerichtsprozess wegen des Angriffs auf die Polizeibeamten warten wird.
Foto: Renardo la vulpo / Wikimedia Commons (CC0 1.0, Public Domain)
