Angeklagter im Fall des getöteten sechsjährigem Joel muss zurück in U-Haft Staatsanwaltschaft legte Beschwerde ein

Diese Meldung dürfte vor allem die Eltern des getöteten Joel (6) beruhigen. Der des Totschlags beschuldigte Jugendliche muss nach einer Beschwerde der zuständigen Staatsanwaltschaft zurück in Untersuchungshaft.

Am 15. Februar wurde der 15-jährige Angeklagte Geri K. während des laufenden Prozesses aus der Untersuchungshaft entlassen.
Besonders für die Eltern des kleinen Joel war die Nachricht unbegreiflich. Aber auch viele User auf Social Media reagierten empört über die Freilassung des wegen Totschlags angeklagten Jugendlichen. Das Gericht hob den Untersuchungshaftbefehl mit der Begründung auf, dass keine Wiederholungsgefahr bestünde.

Staatsanwaltschaft legte Beschwerde ein

Die zuständige Staatsanwaltschaft Neubrandenburg legte gegen diesen Gerichtsentscheid Beschwerde beim Oberlandesgericht Neubrandenburg ein und bekam recht. Das OLG nahm den 15 jährigen jetzt wieder in U-Haft.

Wiederholungsgefahr besteht

Nach Ansicht des Oberlandesgerichts besteht schon allein aufgrund des vermuteten Tatablaufs sehr wohl eine Wiederholungsgefahr.
Entgegen der Ansicht der zuständigen Strafkammer spreche dieser vermutete Tatablauf für die Gefahr der Begehung weiterer ähnlicher Straftaten.

“Der Vollzug der Untersuchungshaft stelle sich vor dem Hintergrund der zu erwartenden Strafe und der bisherigen Dauer der Untersuchungshaft auch nicht als unverhältnismäßig dar“, so die Begründung des OLG.

Dem angeklagten 15 jährigen Jugendlichen wird vorgeworfen, am 14. September 2023 den 6 Jahre alten Joel zuerst geschlagen und niedergerungen zu haben. Anschließend soll der Angeklagte siebenmal mit einem Messer auf den kleinen Jungen eingestochen haben.
Anschließend ließ der Jugendliche den kleinen Jungen zum Sterben in einem Gebüsch in der Nähe eines Bolzplatzes in Pragsdorf zurück. Joel konnte nicht mehr gerettet werden.

Prozess bis Ende März geplant

Aktuell läuft der Prozess wegen Totschlags gegen den 15 jährigen Angeklagten vor dem Landgericht Neubrandenburg. Aufgrund des jugendlichen Alters des Angeklagten findet der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Kommenden Dienstag ist der nächste Verhandlungstag. Bis Ende März soll ein Urteil fallen. Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen den 17 jährigen Bruder des Angeklagten in diesem Zusammenhang. Weitere Informationen hierzu sind jedoch nicht bekannt.

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