Missbrauch in Schultoilette
Zu der Tat soll es nach Polizeiangaben am 28. April 2026 auf einer Toilette einer Schule in Koblenz gekommen sein. Wie “Focus” berichtet, soll ein 19-jähriger Tatverdächtige die 11-Jährige dort festgehalten haben, während sich der 20-jährige mutmaßliche Haupttäter an ihr verging. Das Mädchen soll an zwei schweren Erkrankungen leiden.
Festnahme am 4. Mai
Das Opfer soll sich zwei Tage nach der Tat ihrer älteren Schwester anvertraut haben, die daraufhin die Mutter und den Stiefvater informiert hatte. Laut “Focus” soll der Hauptverdächtige von jugendlichen Familienmitgliedern des jungen Mädchens in einem Haus ausfindig gemacht worden sein. Die Jugendlichen sollen das Haus umstellt und anschließend die Polizei gerufen haben. Die Festnahme erfolgte am 4. Mai. Seither sitzt der 20-Jährige in Untersuchungshaft.
Solidarität auf TikTok
Viele Jugendliche aus Koblenz bekunden ihre Solidarität mit der 11-Jährigen in Videos auf TikTok und Instagram. Dort ist zu erfahren, dass das Mädchen an Krebs erkrankt sein soll. Ein Spendenaufruf brachte bis dato mehrere tausend Euro zusammen, die für den Rechtsbeistand des Opfers zur Verfügung gestellt werden sollen. User, die angeben, beide Tatverdächtige zu kennen, erzählen, dass der mutmaßliche Haupttäter bei seinen Altersangaben die Unwahrheit gesagt haben soll. Bei dem mutmaßlichen Mittäter soll es sich ebenfalls um einen Afghanen handeln. Diese Aussagen sind jedoch nicht verifiziert.
Staatsanwaltschaft gibt nur wenig Informationen heraus
Auf Anfrage teilt die Pressesprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Koblenz mit, dass gegen den Hauptverdächtigen eine weitere Strafanzeige wegen einer Sexualstraftat vorliegt. Diese Tat soll nicht im öffentlichen Raum begangen worden sein. Deren Inhalt sei Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Der 20-Jährige, der sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet, wurde bereits in der Vergangenheit zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er ohne waffenrechtliche Erlaubnis eine Schreckschusswaffe mit sich führte.
Die Pressesprecherin bestätigte zudem, dass gegen einen weiteren Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren anhängig ist, der möglichweise Mittäter bei der Tat in der Schultoilette gewesen sein soll. Er befindet sich weiterhin auf freiem Fuß.
Fragen zum Aufenthaltsstatus des inhaftierten 20-jährigen Afghanen, seit wann dieser sich in Deutschland aufhält und über welchen Weg er nach Deutschland kam, werden unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen und der Persönlichkeitsrechte der Verfahrensbeteiligten nicht beantwortet. Auch die Frage nach der Staatsangehörigkeit des mutmaßlichen Mittäters sowie die Frage nach dem Gesundheitszustand des 11-jährigen Mädchens lässt die Staatsanwaltschaft unbeantwortet.
Quellen: eigene Recherchen, Anfrage bei der Staatsanwaltschaft Koblenz, Focus
