Update 12. Februar 2026
Einen Monat nach der brutalen Messerattacke im Media Markt auf mehrere Personen gibt es endlich gute Nachrichten zum Gesundheitszustand des lebensgefährlich verletzten Opfers. Nach Rückfrage teilt die Staatsanwaltschaft Ulm mit, dass der 25-jährige Mitarbeiter befindet sich glücklicherweise nicht mehr in einem kritischen Zustand befindet. Neue Erkenntnisse zum Motiv des Tatverdächtigen Eritreers gibt es hingegen nicht. Die Ermittlungen dauern noch an, wie der Pressesprecher erklärt.
Update 29. Januar 2026
Auf Nachfrage teilte die Staatsanwaltschaft Ulm mit, dass der 25-Jährige, der bei dem Messerangriff im Media Markt Ulm lebensgefährliche Verletzungen erlitt, sich weiterhin in einem kritischen Zustand befindet. Der Mitarbeiter des Elektrofachmarktes ist weiterhin nicht vernehmungsfähig. Eigene Recherchen ergaben, dass das Opfer in ein künstliches Koma versetzt wurde.
Zustand unverändert kritisch
Wie der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Ulm auf Anfrage hin mitteilt, ist der Zustand des 25-jährigen Mitarbeiters, der bei dem Messerangriff lebensgefährliche Verletzungen erlitt unverändert kritisch. Er wird auf einer Intensivstation einer Ulmer Klinik behandelt.
Tatverdächtiger macht keine Aussage
Der Tatverdächtige, bei dem es sich um einen 29-jährigen Eritreer handelt, wurde im Zuge Festnahme durch Polizeischüsse ebenfalls verletzt. Sein Zustand hat sich mittlerweile dahingehend verbessert, dass ihm der Haftbefehl wegen versuchten Mordes eröffnet werden konnte. Bei der Vernehmung machte der abgelehnte Asylbewerber jedoch von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Zum Motiv ist daher bis dato nichts bekannt. Die Ermittlungen laufen weiter.
Beschuldigter lebte in Ulmer Obdachlosenunterkunft
Wie die Lokal-Zeitung “Südwest-Presse” zuerst berichtete, lebte der Tatverdächtige seit seiner Haftentlassung im Dezember 2025 in einer Ulmer Obdachlosenunterkunft. Ob es in den Wochen, die er in der Notunterkunft verbrachte zu Auffälligkeiten oder Straftaten kam, ist nicht bekannt.
Der Pressesprecher der Ulmer Staatsanwaltschaft wollte Fragen nach den Straftaten, für die der 29-Jährige in der Vergangenheit verurteilt wurde, unter Verweis auf die Unschuldsvermutung und wegen der laufenden Ermittlungen nicht beantworten
Tatverdächtige seit zwei Jahren ausreisepflichtig
Der 29-Jährige kam vor rund neun Jahren nach Deutschland. Zuerst wurde ihm ein Schutzstatus zugesprochen. Im Jahr 2023 entzog man ihm selbigen jedoch wieder – mutmaßlich wegen mehrerer begangener Straftaten. Abschiebungen nach Eritrea sind derzeit jedoch nahezu ausgeschlossen. Einen zur Abschiebung nötigen gültigen Pass soll der Tatverdächtige nicht besitzen. Diesen bei der eritreischen Botschaft zu beantragen ist ihm als eritreischer Staatsangehöriger unabhängig des Aufenthaltsstatus in Deutschland nicht zumutbar, wie das Bundesveraltungsgericht im Oktober 2022 entschieden hatte. Laut eritreischer Gesetzgebung gilt die Flucht als Straftat, weswegen eritreische Staatsangehörige bei der Passbeantragung eine sogenannte Reueerklärung unterschreiben müssen. Außerdem wird der zur Abschiebung nötige Pass nur unter der Bedingung ausgestellt, wenn der Antragssteller sich zur freiwilligen Ausreise schriftlich bereiterklärt.
Tatverdächtiger saß mehrere Jahre in Haft
Unter anderem wegen Gewaltdelikten verbrachte der Beschuldigte über vier Jahre in deutschen Gefängnissen. In Bayern verbüßte er eine Haftstrafe durchgehend von August 2020 bis Mai 2024, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Zuletzt war er in Baden-Württemberg von Juli 2025 bis 11. Dezember in Haft.
Nach Entlassung aus der Haft kurz vor Jahresende folgte dann die Unterbringung in der Ulmer Notunterkunft. Rund vier Wochen nach seiner Entlassung soll er dann die Menschen im Media Markt mit einem Messer angegriffen haben. Bei dem Messerangriff wurden insgesamt drei Personen verletzt. Neben dem 25-Jährigen, der sich immer noch in einem kritischen Zustand befindet, erlitten ein 22-Jähriger und eine 36-jährige Frau leichte Verletzungen. Der junge Mann konnte die Klinik am Folgetag verlassen, die Verletzungen der Frau konnten ambulant behandelt werden. Bei allen drei Opfern handelt es sich um Mitarbeiter des Media Marktes.
Foto: © Google Maps Screenshot

Ohne Worte: Den für die Ausreise notwendigen Pass bei der eritreischen Botschaft zu beantragen ist ihm als eritreischer Staatsangehöriger unabhängig des Aufenthaltsstatus in Deutschland nicht zumutbar, wie das Bundesverwaltungsgericht im Oktober 2022 entschieden hatte. 😠