Messerangriff im Raucherbereich
Am Sonntagabend (3. August) griff der 33-jährige Patient einen 45-jährigen Mitpatienten im Raucherbereich vor der St.-Anna-Virngrund Klinik in Ellwangen an und stach mehrfach auf ihn ein. Das Opfer konnte in den Innenbereich der Klinik retten. Der 45-Jährige wurde bei der Attacke schwer, aber zum Glück nicht lebensgefährlich verletzt.
Der 33-Jährige flüchtete zunächst vom Tatort. Fahndungsmaßnahmen der Polizei, wo auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, verliefen am Abend erfolglos. Am folgenden Montagmorgen stellte sich der mutmaßliche Angreifer selbst der Polizei. Diese nahm den 33-Jährigen vorübergehend fest. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen beantragte einen Unterbringungsbefehl.
Angreifer war bereits wegen Schuldunfähigkeit im Maßregelvollzug
Wie uns auf unsere Anfrage hin die Staatsanwaltschaft Ellwangen mitteilte, handelt es sich bei dem Beschuldigten um einen 33 Jahre alten Mann mit deutscher, serbischer und kosovarischer Staatsangehörigkeit.
Der Tatverdächtige wurde bereits im Jahr 2015 wegen eines, auch damals mit einem Messer begangenen, versuchten Tötungsdelikts gemäß § 63 StGB in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Im April 2021 wurde die weitere Vollstreckung der Unterbringung durch landgerichtliche Entscheidung für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt, der Täter also entlassen. Im Mai 2025 endete die Bewährungszeit und das zuständige Landgericht stellte die Erledigung der Unterbringung fest.
Jetzt, knapp drei Monate später griff der 33-Jährige erneut einen Menschen mit einem Messer an. Mit Beschluss des Amtsgerichts Ellwangen vom 4. August wurde der Beschuldigte gemäß § 126a StPO einstweilig untergebracht und in Folge dessen in das zuständige Zentrum für Psychiatrie eingewiesen. Bleibt zu hoffen, dass dieses Mal die Gefährlichkeit des Mannes erkannt wird und in Folge nicht vorschnell eine Entlassung erfolgt.
Foto: Pressestelle, St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen
