Messerangreifer wollte Deutschlandticket kaufen
Der Tatverdächtige wollte laut Auskunft der zuständigen Staatsanwältin Maribel Andersson ein Deutschlandticket kaufen.
Hierfür benötigt man einen gültigen Ausweis mit Foto. Der Syrer hatte jedoch nur eine Fiktionsbescheinigung ohne Lichtbild bei sich. Eine Fiktionsbescheinigung ist ein Nachweis über eine zeitlich begrenzte Aufenthaltserlaubnis. In aller Regel wird diese ausgestellt, wenn ein Asylantrag gestellt wurde und über diesen noch nicht entschieden wurde.
Weil der Ticketverkäufer ihm wegen des fehlenden Ausweises das Deutschlandticket nicht ausstellen konnte, wurde der tatverdächtige Syrer sehr wütend und er bedrohte und beschimpfte den 56-jährigen Deutschen. Insgesamt kam er drei Mal zum Ticketschalter und randalierte. Beim dritten Mal rief der 56-Jährige die Polizei, die den 23-Jährigen dann aus dem Hauptbahnhof entfernte und ihm Hausverbot erteilte.
Tatverdächtiger klaute Messer
Das Hausverbot durch die Polizei machte den Syrer offenbar so wütend, dass er in einem Ladengeschäft in der Dortmunder Nordstadt ein Messer klaute, mit dem er dann erneut zum Ticketschalter im Hauptbahnhof ging. Als er den Ticketverkäufer dort antraf soll er sofort mehrfach auf den 56-Jährigen eingestochen haben. Dabei wurde das Opfer schwer – aber entgegen der gestrigen Berichterstattung nicht lebensgefährlich verletzt.
Täter und Opfer bereits vernommen
Sowohl der Tatverdächtige als auch das Opfer konnten bereits vernommen werden. Der Syrer gestand während der Vernehmung die Tat. Als Motiv gab er an, er sei wütend geworden, weil er das Deutschlandticket nicht bekommen hat. Dem Opfer geht es laut Auskunft von Staatsanwältin Andersson den Umständen entsprechend gut.
Syrer bereits polizeibekannt
Wie Staatsanwältin Andersson mitteilt, ist der 23-jähriger Tatverdächtige zwar nicht vorbestraft. Jedoch wurde bereits wegen eines Körperverletzungsdelikts polizeilich gegen ihn ermittelt. Das Verfahren wurde später aus uns nicht bekannten Gründen eingestellt. Seit wann sich der Tatverdächtige in Deutschland aufhält, ist der Staatsanwaltschaft aktuell nicht bekannt. Am heutigen Freitag wird Staatsanwältin Andersson Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen beantragen.
