Täter stand wegen mehrerer Straftaten vor Gericht
Der 15-jährige Deutsch-Türke stand nicht nur wegen des Angriffs auf das neunjährige Mädchen vor Gericht. Ihm wurden mehrere Straftaten, unter anderem auch eine Bedrohung eines 11-jährigen Kindes mit einem Messer an einer Bushaltestellte vorgeworfen. Daneben soll er mehrfach auf verschiedenen Schulhöfen mit einem Messer hantiert haben.
Zum Tatzeitpunkt schuldunfähig
Der Junge, der auch der Polizei schon seit Langem bekannt ist, stand nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung vor Gericht. Eine forensisch-psychiatrische Sachverständige, die den jugendlichen Angeklagten begutachtete, kam zum Ergebnis, dass der 15-jährige Deutsch-Türke zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war.
Das Amtsgericht Hamborn folgte den Einschätzungen der Gutachterin und wies ihn Anfang Juni in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung für Jugendliche ein. Wie lange er dort bleiben muss, hängt vom Erfolg der Behandlung und von der Einschätzung der Behandler, ob von ihm noch eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht, ab.
Angriff auf der Schultoilette
Am 12. November 2024 befand sich die neunjährige Aysegül in der Nachmittagsbetreuung der Grundschule. Um zur Toilette zu gehen, musste sie über den Hof gehen, da sich die Sanitäranlagen in einem anderen Gebäude befanden. In der Schultoilette tauchte der 15-Jährige dann auf einmal auf und griff das Mädchen wortlos an. Er schlug mehrfach auf sie ein, würgte sie und schlug ihren Kopf gegen eine Kabine. Der Täter konnte zuerst flüchten, wurde aber zwei Tage nach der Tat von Polizeibeamten in der Wohnung seiner Eltern festgenommen.
