Prozess wegen Messerangriff vor Shoppingcenter in Heilbronn gestartet Syrer bereits mehrfach vorbestraft

Weil er im Juli letzten Jahres nachts vor dem Shoppingcenter in der Heilbronner Allee einen Mann mit einem Messer angegriffen und verletzt haben soll, steht 24 Jahre alter Syrer seit Anfang der Woche vor der Schwurgerichtskammer des Heilbronner Landgerichts. Angeklagt ist der Angeklagte wegen versuchten Totschlags und gefährliche Körperverletzung.

Gegen 4.30 Uhr soll der Syrer in der Allee zunächst einen 23-Jährigen mit dem Messer angegriffen und verletzt haben. Anschließend fügte er einem 31-Jährigen ebenfalls eine Schnittverletzung zu. Beide Opfer haben den Angriff überlebt

Angeklagter schon mehrfach vor Gericht

Einen Gerichtssaal hat der Angeklagte, der als Asylbewerber nach Deutschland kam, schon mehrfach von innen gesehen.
Fünf Verurteilungen hat der Mann bereits im Bundeszentralregister gesammelt. Bei den Urteilen ging es um Urkundenfälschung, Betrug, Körperverletzung, Diebstahl mit vorsätzlicher Körperverletzung, Drogendelikte und gemeinschaftlicher Raub in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung.

Tumulte im Gerichtssaal – Bruder des Angeklagten droht Journalisten

Während den bisherigen zwei Prozesstagen kam es mehrfach zu Tumulten im Gerichtssaal, ausgelöst durch den Bruder des Angeklagten. Erst kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung mit der Staatsanwältin, weil sich der Mann nicht an die für den Sitzungssaal geltenden Auflagen für Besucher halten wollte. Zudem pöbelte der Bruder des Angeklagten mehrfach laut gegen das Gericht sowohl im Saal als auch vor dem Gebäude.

Einem anwesenden Redakteur der „Heilbronner Stimme“ drohte der Bruder, er solle nicht über den Angeklagten berichten.
“Wenn du etwas über meinen Bruder schreibst, mach’ ich die ganze Seite kaputt”, schrie er aus einer mehrköpfigen Gruppe heraus und zeigte aus etwa zwei Metern Entfernung mit dem Finger auf den Journalisten. Bereit zuvor, im Flur des Gerichtsgebäudes, hatte er dem Redakteur der “Heilbronner Stimme” etwas hinterhergerufen.

Angeklagter will sich an Tat nicht erinnern

An die ihm jetzt vorgeworfene Tat will sich der Angeklagte nicht erinnern können. Laut seinen Angaben kann er sich nicht einmal erinnern, dass er am Tattag ein Messer bei sich hatte und woher er dieses Messer hatte.
Der Richter verwies daraufhin auf die Videoaufnahmen der Überwachungskameras. „Es gibt sowohl Zeugen als auch Bilder der Tat“, so der Richter.

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