Schreckliche Tat geschah an Weihnachten
Laut Anklage soll der 37-Jährige zusammen mit einem weiteren unbekannten Mittäter in der Nacht auf den zweiten Weihnachtsfeiertag 2024 gegen 22 Uhr in die Wohnung der älteren Dame eingebrochen sein. Ziel der Einbrecher waren Geld und Wertsachen des Opfers. Erst am nächsten Morgen gegen 6:30 Uhr sollen die beiden Männer die Wohnung wieder verlassen haben.
Das Martyrium dauerte die ganze Nacht
Laut Staatsanwaltschaft überwältigten die beiden Männer die Seniorin, schlugen und fesselten sie und verbanden Mund und Augen. Das Opfer soll auch schwer sexuell misshandelt worden sein. Über Stunden, bis in den frühen Morgen hinein, befand sich die 85-Järige in der Gewalt der beiden Männer.
Sie wurde bei dem Überfall schwer verletzt. Unter anderem erlitt die ältere Dame einen Augenhöhlenbruch und schwere Kieferverletzungen. Es ist davon auszugehen, dass die Frau bleibende Schäden davontragen wird. Ihr Sohn erklärte gegenüber dem SWR, dass die Tat das Leben seiner Mutter komplett verändert habe. Vor dem Angriff sei seine Mutter topfit gewesen. Jetzt leidet sie psychisch und Körperlich.
Auto, Schmuck und Geld gestohlen
Die Staatanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden Täter Gegenstände im Wert von mindestens 27.000 Euro gestohlen haben. Darunter Geld, Schmuck, Pelzmäntel und auch das Auto des Opfers. In diesem wurde der Pole Tage nach dem Überfall in einem Parkhaus in Ludwigsburg von der Polizei entdeckt und festgenommen. Seitdem befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Außerdem wird dem Angeklagten unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln und Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.
Bereits vier Jahre Haft in Polen
Am ersten Prozesstag schilderte der Angeklagte, dass er 2021 von Polen nach Deutschland kam und sich seitdem mit Gelegenheitsjobs durchschlage. Auch über seine Drogenprobleme sprach der 37-Jährige, der Vater von vier Kindern ist. In Polen verbüßte er bereits eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogenschmuggels.
Der Prozess wird am Mittwoch, 28. Mai 2025 fortgesetzt.
