Missbrauch von 13-jährigem Mädchen
Am vergangenen Mittwoch, 10. Juni 2026 kam es am helllichten Tag zu der Attacke auf das Kind. Die 13-Jährige befand sich am frühen Nachmittag mit ihrem Fahrrad auf dem Verbindungsfeldweg zwischen der Galgenbergstraße und der Steinmauerstraße von Nürtingen kommend in Richtung Neckarhausen. Der 18-Jährige soll das Kind dann angegriffen und in einer angrenzenden Wiese missbraucht haben. Im Anschluss flüchtete der Tatverdächtige zu Fuß in Richtung Nürtingen. Nachdem das körperlich leicht verletzte Mädchen ihren Eltern von dem Missbrauch erzählte, schalteten diese die Polizei ein. Es folgte eine Großfahndung nach dem flüchtigen Sexualstraftäter, bei dem auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam.
Am Folgetag schlägt Angreifer erneut zu
Einen Tag nach der brutalen Attacke auf das Kind, soll der wohnsitzlose Bulgare auf demselben Feldweg am Donnerstag erneut zugeschlagen haben. Gegen 12:50 Uhr soll er eine 57-jährige Frau, die wie das Kind am Vortag mit ihrem Rad auf dem Feldweg fuhr, vom Fahrrad gezerrt und in sexuell motivierter Absicht angegriffen haben. Erst als eine weitere Frau sich auf dem Weg näherte, ließ der Angreifer von seinem Opfer ab. Erneut suchte die Polizei mit einem Großaufgebot inklusive Polizeihubschraubereinsatz nach dem Täter.
Weitere Opfer melden sich bei der Polizei
Im Laufe des Donnerstags meldeten sich zwei weitere Frauen bei der Polizei, die offenbar ebenfalls von dem 18-Jährigen angegriffen worden waren. Eine 47-Jährige Frau verständigte die Polizei, nachdem sie von der Berichterstattung erfahren hatte, und erstattete Anzeige. Die Frau wurde nach eigenen Angaben am Mittwoch wohl kurz bevor es zu dem Missbrauch des Kindes kam, von einem Unbekannten verbal belästigte und zu sexuellen Handlungen aufgefordert.
Über eine Online-Anzeige, die bei der Polizei am Donnerstag einging, wurde bekannt, dass der 18-Jährige kurz vor der Attacke auf die 57-jährige Frau, die vom Fahrrad gezogen wurde, eine weitere Frau angegangen sein soll. Ein unbekannter Radfahrer soll die 35-jährige Fußgängerin im Eichenweg in Nürtingen beim Vorbeifahren unsittlich berührt haben.
Festnahme zwei Tage nach erstem Angriff
Bei der Kriminalpolizeidirektion Esslingen wurde nach dem Angriff auf das Kind eine 25-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet, die unter Hochdruck an der Identifizierung und Ergreifung des Unbekannten sowie an der Aufklärung der Taten arbeitete. Bei den umfangreichen Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen kamen auch verdeckt agierende Polizeikräfte zum Einsatz.
Zwei Tage nach dem Angriff auf das junge Mädchen konnten die Ermittler einen Tatverdächtigen festnehmen. Am Freitag, 12. Juni 2026 konnte der 18-jährige Bulgare kurz vor 12 Uhr am Mittag in Nürtingen zusammen mit einem Begleiter festgenommen werden. Bei der Festnahme leistete der Tatverdächtige Widerstand.
DNA Spuren bestätigten Tatverdacht
Die nach der Festnahme erfolgten weiteren Ermittlungen erhärteten den Tatverdacht gegen den 18-Jährigen. Ein Abgleich zwischen gesicherten Spuren mit der DNA des Festgenommenen ergab eine Übereinstimmung, wie die Polizei mitteilte.
Am heutigen Samstagvormittag wurde der junge Bulgare auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einer Haftrichterin vorgeführt. Diese erließ Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug. Der 18-Jährige befindet sich jetzt in einer Justizvollzugsanstalt.
Der ebenfalls am Freitag kurzzeitig festgenommene Begleiter des 18-Jährigen wurde bereits am selben Tag wieder auf freien Fuß gesetzt, da keine Hinweise auf eine Tatbeteiligung vorlagen.
