Falsche Angaben über Tatverdächtigen kursieren auf Social Media
Über einen in den sozialen Medien verbreiteten Screenshot, der angeblich auf einen Artikel der “Abendzeitung München” weiterleitet, wurde das Gerücht verbreitet, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Syrer handeln würde. Im Artikel findet sich dazu jedoch nichts.
Ein griechisches Online-Portal veröffentlichte zudem, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Islamisten aus Syrien handeln würde, der illegal nach Griechenland eingereist sei und einen griechischen Pass erhalten hätte. Der Name des Tatverdächtigen sei “Mustafa Aslan”.
Staatsanwaltschaft dementiert
Auf Nachfrage dementiert der Pressesprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Zweibrücken beide Angaben zum Tatverdächtigen. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich nicht um einen Syrer, sondern um einen in Griechenland geborenen griechischen Staatsbürger. Der Name des Tatverdächtigen ist nicht “Mustafa Aslan”. Die Antwort des Pressesprechers von heute morgen auf meine Anfrage, ob der Name “Mustafa Aslan” korrekt sei und ob es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Syrer handeln würde, der illegal nach Griechenland eingereist ist, im Wortlaut:
“Bei dem Beschuldigten handelt es sich nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen um einen in Griechenland geborenen griechischen Staatsbürger. Den von Ihnen genannten Namen kann ich auf dieser Grundlage ebenso dementieren wie die Behauptung, bei dem Beschuldigten handele es sich um einen gebürtigen Syrer.”
Darüber hinausgehende Informationen können derzeit nicht weitergegeben werden.
