Waffe durchgeladen
Gegen 22:20 Uhr ging beim Polizeipräsidium Ulm ein Notruf ein. Ein Fahrgast meldete eine verdächtige Wahrnehmung. Ein im selben Bus sitzender Mann soll eine Pistole aus seinem Rucksack genommen, diese durchgeladen und dann wieder eingesteckt haben. Der Verdächtige wurde als junger “Südländer”, vermutlich Araber mit schwarzen Haaren und Ziegenbart beschrieben.
Mehrere Streifen und Hundestaffel im Einsatz
Aufgrund der Meldung fuhren sofort mehrere Polizeistreifen des Polizeireviers Ulm-West, Ulm-Mitte nach Blaustein. Auch die Polizeihundeführerstaffel wurde eingesetzt. Bis zum Eintreffen der Polizeibeamten war der Tatverdächtige jedoch in Blaustein-Herrlingen aus dem Linienbus ausgestiegen. Er konnte dann dort kontrolliert werden.
Waffe im Bus gefunden
Bei der Durchsuchung konnte keine Waffe bei dem Verdächtigen gefunden werden. Dafür hatte der Verdächtige mehrere neuwertige Kleidungsstücke bei sich, deren Herkunft er nicht erklären konnte. Da der Verdacht bestand, dass der Mann die Pistole im Bus zurückgelassen haben konnte, wurde der Bereich, in dem er gesessen hatte, von den Beamten durchsucht. Unter seinem Sitz fand sich dann auch eine Pistole. Bei der Waffe handelte es sich um eine erlaubnispflichtige Pistole, mit der mittels Druckluftpistole Gummigeschosse verschossen werden können. Die notwendige Erlaubnis konnte der 24-jährige Algerier nicht vorweisen.
Verstoß gegen Waffengesetz – keine Untersuchungshaft
Der 24-Jährige muss sich jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Wie er in den Besitz der neuwertigen Kleidungsstücke gekommen ist, bleibt Gegenstand der Ermittlungen.
Auf Nachfrage teilt ein Polizeisprecher mit, dass sich der Mann auf freiem Fuß befindet. Die Anordnung der Untersuchungshaft wäre nicht verhältnismäßig, weil es sich bei der Waffe lediglich um eine Gaspistole gehandelt habe.
Quelle: Polizeibericht
