Update 11.12.2025 – 48 Personen wurden nach Deutschland eingeschleust
Wie die Staatsanwaltschaft Konstanz auf Nachfrage mitteilt, wird gegen die Großfamilie bereits seit Anfang des Jahres 2023 ermittelt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sollen im Laufe der Zeit 48 Personen durch die Tatverdächtigen nach Deutschland eingeschleust worden sein.
Pässe als verloren gemeldet und anderen Personen überlassen
Die Ermittler gehen aktuell von 50 Beschuldigten, bei denen es sich zum Teil um syrische Staatsangehörige handelt, einige von ihnen jedoch bereits die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben. Hauptsächlich handelt es sich bei den Verdächtigen um Frauen. Sie sollen bei den deutschen Behörden vorgegeben haben, ihren Reisepass verloren zu haben. In diesem Zuge wurde ein neuer Reisepass beantragt und dabei ein Foto von jeweils einer weiblichen Verwandten mit ähnlichem Aussehen vorgelegt. Das Foto wurde aufgrund des ähnlichen Aussehens ausgewählt, damit der Reisepass anschließend von mehreren weiblichen Verwandten genutzt werden kann.
Ziel war Einschleusung nach Deutschland
Das Ziel der Beschuldigten war, mittels dieser Täuschungen und der falschen Ausweise, weitere Mitglieder der Großfamilie nach Deutschland einzuschleusen, was auch in einigen Fällen gelang. Die Syrer wurden von der Türkei über Bulgarien in der Gebiet der Europäischen Union und anschließend nach Deutschland geschleust, wo sich die Personen dann registrieren ließen.
Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt – alle Verdächtigen auf freiem Fuß
Bei den Durchsuchungen waren rund 350 Einsatzkräfte der Bundespolizei im Einsatz, die umfangreiches Beweismaterial sichergestellt haben. Dabei handelt es sich unter anderem um 50 Mobilfunktelefone, 20 teils gefälschte Reisedokumente, diverse Speichermedien und unzählige Passbilder verschiedener Personen.
Sieben Personen wurden anlässlich der Durchsuchungen erkennungsdienstlich behandelt. Sämtliche Verdächtige sollen sich jedoch auf freiem Fuß befinden. Die Auswertung der bei den Durchsuchungen aufgefundenen Beweismittel und die weiteren Ermittlungen dauern an.
Zur Anzahl der Personen, die auf diesem Wege illegal nach Deutschland eingeschleust wurden, machten die Ermittler keine Angaben. Eine Anfrage diesbezüglich läuft.
Quelle: Polizeibericht
