Update 22. Mai 2026 – in Liverpool festgenommen und nach Deutschland gebracht
Wie die Staatsanwaltschaft Mainz heute mitteilt, wurde der Entwichene bereits am 7. Mai 2026 in Liverpool festgenommen. Ende April entstand im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen Kontakt zwischen dem 26-Jährigen und den deutschen Fahndungsbehörden, woraus sich Hinweise ergaben, dass sich der Gesuchte in Liverpool aufhalten könnte. Nachdem diese Hinweise verifiziert werden konnten, erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mainz das zuständige Amtsgericht den für die Auslieferung des Entwichenen nötigen Haftbefehl.
Nach gerichtlicher Anhörung in London und der Bewilligung der britischen Behörden zur Auslieferung brachten Beamte des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz Soliman H. wieder zurück nach Deutschland. Der 26-Jährige befindet sich mittlerweile erneut zum weiteren Vollzug der gerichtlich angeordneten Unterbringung im Pfalzklinikum Klingenmünster.
Zimmer am Abend verlassen
Der Gesuchte verließ laut Pressemitteilung der Polizei Landau am Freitag zwischen 22 Uhr und 2 Uhr sein Zimmer im Maßregelvollzug des Klinikums. Seitdem ist sein Aufenthaltsort unbekannt. Wie er aus dem eigentlich gesicherten Gebäude unbemerkt entweichen konnte, ist derzeit nicht bekannt.
Beschreibung des Gesuchten
Der 26-Jährige ist 1,90 m groß und schlank. Er hat kurze lockige Haare.
Zuletzt war er mit einem schwarz-weißen Jogginganzug bekleidet.
Keine Gefahr für Dritte?
Auf Nachfrage bei der Polizeidirektion Landau teilt ein Pressesprecher mit, dass die behandelnden Ärzte aktuell nicht davon ausgehen, dass von dem gesuchten 26-Jährigen eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht. Dennoch warnt die Polizei in ihrer Fahndungsmeldung, bei Sichtung des Gesuchten, ihn im Blick zu behalten und den Notruf unter 110 zu wählen. Zeugen, die Hinweise auf den Aufenthalt den 26-Jährigen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06341 2870 an die Kriminalinspektion Landau in der Pfalz zu wenden.
Messerangriff im Pfalzklinikum
Im Pfalzklinikum Klingenmünster war auch der Somalier Liban M. untergebracht, der im Oktober 2022 in Ludwigshafen-Oggersheim auf offener Straße die beiden Maler Jonas und Sascha erstochen hatte. Im Prozess wurde er wegen Schuldunfähigkeit aufgrund einer paranoiden Schizophrenie im Maßregelvollzug untergebracht.
Dort griff er im Februar 2025 einen Mitpatienten mit einem Messer an. Während sein Zimmergenosse noch schlief, soll Liban M. den 31-Jährigen mit einem Frühstücksmesser, das ihm ausgehändigt wurde, angegriffen und mehrere Hiebe gegen dessen Hals durchgeführt haben. Die Staatsanwaltschaft Landau erhob im vergangenen Oktober Anklage gegen den Somalier wegen versuchten Mordes. In diesem Fall stufte ein forensischer Sachverständiger Liban M. als schuldfähig ein. Wann es zum Prozess vor dem Landgericht Landau kommt, ist noch nicht bekannt.
Hier finden Sie alle Informationen und Hintergründe zum Messerangriff von Oggersheim
Quelle: Polizeibericht
